Kurz vor Weihnachten gibt es noch ein paar Wünsche frei. Die Erde kreuzt in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag die Bahn des Asteroiden Phaeton. Der zieht auf seinen jeweils eineinhalb Jahre andauernden Runden um die Sonne eine beachtliche Dreckspur hinter sich her. Gut so, denn der Schutt beschert uns zur Weihnachtszeit ein besonders schönes Spektakel am Himmel: den Geminidenschauer. Wie das als Sternschnuppen bekannte Leuchten genau entsteht? Unsere Kartengeschichte erklärt es. Wischen (oder klicken) Sie sich oben auf dieser Seite einfach durch den Stapel.

Die Geminiden, die am klaren Himmel gegen Mitternacht am besten zu sehen sein werden, unterscheiden sich übrigens von anderen Sternschnuppen. Zunächst einmal haben sie einen anderen Ursprung: Die meisten Meteorströme gehen auf winzige Überreste von Kometen zurück. Anders die Geminidenstaubwolke, die von einem Asteroiden stammt. Dann ziehen die Meteore des Stroms vergleichsweise langsam über den Himmel. Grund ist die geringe Geschwindigkeit, mit der die Teilchen in die Atmosphäre eintauchen. Außerdem ist den Geminiden eigen, dass zum Sternschnuppenmaximum erst die lichtschwächeren und am Ende die hellsten Meteore aufleuchten.

Besonders viel und hell

Der nach dem Sternbild Zwillinge (Gemini) benannte Schwarm (die Sternschnuppen scheinen aus seiner Richtung zu fallen) lässt in der Regel besonders viele und helle Sternschnuppen regnen. Sie können sogar über Großstädten zu sehen sein, am besten aber an dunklen Orten, ohne künstliches Licht. Bei wolkenfreiem Himmel blitzen dann stündlich Dutzende Meteore am Himmel auf. Diesmal soll nicht einmal der helle Mond stören, wie das Haus der Astronomie in Heidelberg mitteilte. Der gehe erst gegen vier Uhr auf.

Obwohl sie zu den größten Sternschnuppenschwärmen des Jahres zählen, stehen die Geminiden meist im Schatten der wesentlich bekannteren Perseiden, die im Sommer auf die Erde niedergehen. Dass die Geminiden weniger populär sind, ist wohl der Jahreszeit geschuldet, in der sie auftauchen. Das kalte und oft auch trübe Dezemberwetter macht die Jagd nach Sternschnuppen nicht ganz so angenehm wie die lauen Perseidensommernächte.