Nach zwei Tagen Flug ist Astronaut Alexander Gerst planmäßig mit der Sojus-Kapsel an der Internationalen Raumstation (ISS) angedockt. Nach einem Druckausgleich soll die Verbindungsluke zur ISS zwischen 17.05 Uhr und 17.35 Uhr MESZ geöffnet werden, teilte die Flugleitzentrale bei Moskau mit.

Gerst war am Mittwoch mit einer Sojus-Rakete vom russischen Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan gestartet. Liveübertragungen vom Start der bereits zweiten Mission des Astronauten wurden von zahlreichen Menschen verfolgt. Zusammen mit Gerst kommen der Russe Sergej Prokopjew und die US-Amerikanerin Serena Auñón-Chancellor auf der ISS an. Der Flug mit dem Raumschiff Sojus MS-09 war planmäßig auf zwei Tage angesetzt worden.

Sechs Monate voller wissenschaftlicher Experimente

Vor seinem Abflug hatte Gerst gesagt, was er nach der Ankunft auf der ISS machen werde: "Wir umarmen unsere Freunde, die wir viele Monate nicht gesehen haben." Derzeit befinden sich auf der Station die beiden US-Astronauten Andrew Feustel und Richard Arnold, sowie der Russe Oleg Artjemjew, die seit März im All sind.

Nach der Ankunft stehen ein Sicherheitsbriefing an – und Körperpflege. "Da werde ich mich sehr drauf freuen nach zwei Tagen in der Sojus", hatte Gerst vor seinem Abschied noch in Baikonur gesagt. Auch Zeit, um sich mit ihren Schlafsäcken häuslich einzurichten, sei eingeplant. "Wir bringen sie in unsere Räume und machen sie uns ein bisschen schön." 

Gerst wird insgesamt sechs Monate auf der ISS verbringen und dort an zahlreichen wissenschaftlichen Experimenten beteiligt sein. Von diesen Forschungsvorhaben stammen 67 aus Europa, davon wiederum 41 aus Deutschland. Zudem wird der Astronaut zeitweise das Kommando auf der ISS innehaben.