Die Raumsonde New Horizons ist an dem Himmelskörper Ultima Thule vorbeigeflogen. Das teilte die Nasa mit. Ultima Thule liege 6,4 Milliarden Kilometern von der Erde entfernt, in einer Weltraumregion namens Kuipergürtel. Niemals zuvor hat sich ein menschliches Objekt einem derart weit entfernten Himmelskörper genähert.

"Wir haben endlich den Rand des Sonnensystems erreicht – die Dinge, die dort von Beginn an waren und sich kaum verändert haben, wie wir glauben. Wir werden es herausfinden", sagte Hal Weaver vom Johns-Hopkins-Forschungszentrum.

Für Dienstagnachmittag rechnet die Raumfahrtbehörde mit dem ersten Signal zum Vorbeiflug. Ein Echtzeitvideo war nicht möglich, weil es mehr als sechs Stunden dauert, bis ein Signal von der Erde die Raumsonde erreicht. Noch einmal sechs Stunden kommen für die Übertragung der Antwort hinzu.

Am Montag veröffentlichte die Nasa ein verpixeltes und verschwommenes Bild von Ultima Thule, das aus einer Entfernung von knapp zwei Millionen Kilometern aufgenommen wurde. Dieses scheint ein eher lang gezogenes Weltraumobjekt zu zeigen und kein rundes, wie zunächst erwartet. Bei dem nur wenige Sekunden langen Vorbeiflug sollte die Sonde rund 900 Bilder machen. Diese klareren Bilder sollen in den kommenden drei Tagen eintreffen.

New Horizons hatte bereits 2015 spektakuläre Fotos des Zwergplaneten Pluto geliefert. Ultima Thule wurde 2014 mit der Hilfe des Weltraumteleskops Hubble entdeckt.