Die norwegische Akademie der Wissenschaften hat die US-amerikanische Mathematikerin Karen Keskulla Uhlenbeck mit dem Abelpreis ausgezeichnet. Es ist das erste Mal, dass der Preis an eine Frau verliehen wird. "Ihre Theorien haben unser Verständnis von minimalen Oberflächen wie die einer Seifenblase revolutioniert", sagte der Vorsitzende des Abelpreis-Ausschusses, Hans Munthe-Kaas.

Die Akademie ehrt Uhlenbeck für ihre bahnbrechende Arbeit in den Bereichen geometrische partielle Differentialgleichungen, Maßtheorie und integrierbare Systeme. Uhlenbecks Arbeit aus der geometrischen Analysis und der Maßtheorie habe die mathematische Landschaft grundlegend verändert, sagte Kaas. Als weibliche Mathematikerin sei Uhlenbeck außerdem ein Vorbild. Sie sei eine starke Vorkämpferin für die Gleichstellung der Geschlechter in der Forschung und in der Mathematik.

Der Abelpreis ist mit umgerechnet 620.000 Euro dotiert und gilt, neben der Fields-Medaille, als eine der bedeutendsten wissenschaftlichen Auszeichnungen auf dem Gebiet der Mathematik.

In einer früheren Version des Textes wurde aus Karen Uhlenbeck fälschlich eine Expertin für "geometrische Analyse und Messtheorie". Wir haben das korrigiert: Tatsächlich liegt ihr Fachgebiet zwischen der Analysis, also der Mathematik, die sich mit dem Verhalten von Funktionen beschäftigt, und der Topologie, einem Teilgebiet der Geometrie.