Amazon-Gründer Jeff Bezos hat die Mondlandefähre seines Raumfahrtunternehmens Blue Origin präsentiert. "Es ist Zeit, zum Mond zurückzukehren – und dieses Mal, um zu bleiben", sagte Bezos.

Blue Moon bietet laut Bezos Platz für vier Fahrzeuge, mit denen der Mond erkundet werden könne sowie Geräte für wissenschaftliche Untersuchungen und Menschen. Insgesamt soll die Fähre Ladungen von bis zu 3,6 Tonnen auf den Mond transportieren können. Sein Raumfahrtunternehmen habe seit drei Jahren am Design des Mondlandefahrzeugs gearbeitet.

Im vergangenen Oktober hatte das Unternehmen Blue Origin einen Vertrag mit der US-Raumfahrtbehörde NASA über die Entwicklung von Landesystemen für die Mondoberfläche unterzeichnet. Für eine Zahlung von 50.000 US-Dollar erklärte sich die NASA im Gegenzug bereit, technische Analysen und Informationen über potenzielle Landeplätze auf dem Mond weiterzugeben.

Die USA wollen bis 2024 auf den Mond zurückzukehren. Die NASA soll "dieses Ziel mit allen Mitteln erreichen", hatte US-Vizepräsident Mike Pence gesagt. Bezos gibt an, dass sein Raumfahrtunternehmen das Ziel einhalten könne. Der Unternehmer investiert jährlich mehr als eine Milliarde US-Dollar in Blue Origin.

Bezos ist überzeugt, dass die Erschließung des Sonnensystems unter anderem nötig sei, um künftige Energiekrisen zu verhindern. Er twitterte: "Blue Origin baut die Infrastruktur, um eine neue Generation von Träumern zu entfesseln. Ich habe diese Menschen heute getroffen, die Zukunft ist in guten Händen."

Bezos ist Gründer und Chef des weltgrößten Onlinehändlers Amazon sowie Eigentümer der Washington Post. Auch Tesla-Gründer Elon Musk verfolgt mit seinem Raumfahrtunternehmen SpaceX ein ähnliches Vorhaben. Beide US-Raketenanbieter erhalten hoch dotierte Aufträge von der Regierung in Washington.