Juli 1969, Millionen Menschen sitzen vor Flimmerkisten und Neil Armstrong hüpft auf den Mond. Wie groß war dieser Schritt für die Wissenschaft? Und müssen Menschen da wieder hin? Reisen Sie mit uns in die Geschichte und Zukunft in unserem Schwerpunkt "Zum Mond und zurück". Dort finden Sie auch einen ausführlichen Bericht über die Chandrayaan-2-Mission.

Der Start der ersten indischen Mondmission ist kurz vor dem geplanten Abheben der Rakete abgebrochen worden. Grund sei ein technisches Problem, wie die indische Weltraumbehörde mitteilte. Der Abbruch erfolgte nur 56 Minuten vor dem geplanten Start. Ein neuer Starttermin wurde zunächst nicht genannt.

Eine Rakete sollte den Orbiter Chandrayaan-2 von einer Insel vor der Küste des indischen Bundesstaates Andhra Pradesh ins All befördern. Der Orbiter hat ein Landemodul an Bord, das am Südpol des Mondes aufsetzen sollte. Ein Rover sollte dann auf der Oberfläche des Erdtrabanten unter anderem nach Spuren von Wasser suchen.

Bei einem Erfolg der Mission wäre Indien das vierte Land nach den USA, Russland und China, dem eine Mondlandung gelingt. Indien entwickelte nahezu alle Komponenten selbst, die Kosten dafür waren mit umgerechnet rund 124 Millionen Euro im Vergleich zu anderen Mondprogrammen niedrig.