Juli 1969, Millionen Menschen sitzen vor Flimmerkisten und Neil Armstrong hüpft auf den Mond. Wie groß war dieser Schritt für die Wissenschaft? Und müssen Menschen da wieder hin? Reisen Sie mit uns in die Geschichte und Zukunft in unserem Schwerpunkt "Zum Mond und zurück".

Die meisten waren noch ein Kind. Andere hingegen bereits Vater, Student oder Assistenzarzt: Wir wollten von Ihnen wissen, wie Sie die erste Mondlandung am 20. Juli 1969 erlebt haben. Unter den vielen Einsendungen haben wir hier 25 der von Ihnen geschilderten Momente versammelt aus der Türkei, Frankreich, Ungarn, Polen, Norwegen, Kanada, aus der Bundesrepublik und der DDR.

Die Beiträge verdeutlichen, welch wichtiges mediales Ereignis die Mission der Apollo 11 gewesen ist. "Mutter duftete nach 4711 und hatte die Haare schön aufgetürmt. Sie trug ein ärmelloses Polyesterkleid mit Blümchen, Vater einen Anzug", schildert eine Leserin die Garderobe ihrer Eltern, mit denen sie auf eine elegante Party in West-Berlin ging. 

Viele unserer Leserinnen waren 1969 noch so jung, dass sie zwar aufgeregt waren. Doch vor allem weil die Eltern Nervosität verströmten. Die meisten berichten, nicht verstanden zu haben, was genau am unscharfen Fernsehbild so weltbewegend sein sollte. Statt dem Sandmännchen seien "undeutliche Bilder von zwei Männern in komischen Anzügen, die langsam durch eine komische Landschaft liefen", zu sehen gewesen, schreibt ein Leser.

Andere hingegen bekamen die Mondlandung kaum mit. In vielen Haushalten gab es keinen Fernseher, andere Dinge waren wichtiger. "Alltag in den Sechzigern eben", kommentiert ein Leser. Und dann gab es noch jene, die dem Ereignis misstrauisch bis ablehnend gegenüberstanden: In einem polnischen Dorf, schildert ein Leser, habe die Fernsehübertragung als US-amerikanische Propaganda gegolten.

Haben Sie selbst eine Erinnerung an die Mondlandung? Vielleicht erkennen Sie sich in manchen der Schilderungen ja wieder.

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Mein Sohn sagte: »Du spinnst ja.«
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Klaus Henning
Alles schien nun möglich.
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Berthold Heinecke
Es sah aus wie ein kleiner Hüpfer.
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Carolina
Mutter duftete nach 4711 und hatte die Haare schön aufgetürmt.
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Waldhaus
Im Moment der Mondlandung kam ein Mann mit einem blutenden Stirnlappen in die Ambulanz.
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Prof. Dr. Herbert Imig
Ich träumte von einer Welt, in der alles besser würde.
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Birgit Hirsch
Im deutschen Radio war Armstrong schon auf dem Mond, im ungarischen Fernsehen noch auf der Leiter.
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H. U. Jaissle
Ich fragte mich: Wie kommen die eigentlich wieder nach Hause?
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Josef Mainusch
Später lernte ich Neil Armstrong und Buzz Aldrin kennen.
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Prof. Dr. Johann-Dietrich Wörner
In einem Menschenleben vom Hanggleiter zur Mondlandung.
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Roland Doerffer
Ich hatte meine drei Monate alte Tochter extra aus dem Bett geholt.
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Klaus M. T. Teutenberg
»Das gibt’s doch nicht! Das gibt’s doch nicht!«, schrie mein Vater.
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R.L. aus H.
In Gücük gab es damals noch kein Fernsehen.
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Dr. Hasan Sinemillioglu
In meiner Familie hat die Mondlandung niemanden interessiert.
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Gernot Römer
Wir erfuhren erst zwei Wochen später von der Mondlandung.
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Bernd Diebner
Statt dem Sandmännchen kamen undeutliche Bilder von zwei Männern in komischen Anzügen.
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Mike
Der Fernseher lief 28 Stunden durch.
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Stellatux
In der Schule durften wir nicht davon erzählen, weil meine Eltern als Lehrer in der DDR kein Westfernsehen sehen durften.
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Hans-Georg Kaiser
Ich konnte nichts als krisseliges Rauschen erkennen.
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michael, damals in hamburg
Ich hatte meinen Wecker auf sieben Uhr gestellt.
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J. Müller
Auf dem Dachboden der Kaserne hatte ich zufällig einen Fernseher entdeckt.
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Ulrich Scholz
Ich war sehr konzentriert, eine junge Französin kennenzulernen.
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Montmartre
Ich bin meinem Vater noch heute dankbar, dass er mich in jener Nacht geweckt hat.
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Mondscheinsonate
Ich habe nicht verstanden, warum wir dafür extra aufstehen müssen.
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Lothar K.
Die Erwachsenen erklärten mir, dass das alles ein großer Schwindel sei.
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Hermann Marsian