Nordgriechenland - Schwere Unwetter in Chalkidiki Auf einer Halbinsel nahe Thessaloniki sind bei einem Sturm sechs Menschen gestorben. In den Krankenhäusern wurden mehr als 100 Verletzte behandelt. Bäume wurden entwurzelt und Autos umgeworfen. © Foto: Augusto Bignami/Reuters

Bei einem starken Unwetter im Norden Griechenlands sind mindestens sechs Menschen gestorben. Mehr als 60 Menschen wurden verletzt, teilten die Behörden mit. Die Feuerwehr sprach von stürmischem Wind und starkem Regenfall in der Region. Alle Todesopfer seien Touristen, berichtete das Staatsradio (ERT) unter Berufung auf den Zivilschutz und die Polizei. Von dem Unwetter betroffen war vor allem die bei Feriengästen beliebte Halbinsel Chalkidiki in der Nähe von Thessaloniki.

"Wir haben sechs Menschen, die ums Leben gekommen sind. Mehr als 60 Menschen wurden durch Stühle, Ziegelsteine, Mülltonnen und andere Gegenstände verletzt, die durch die Gegend flogen", sagte der Chef des Gesundheitszentrums der Kleinstadt Moudania, Athanassios Kaltsas, im Fernsehen. "Ich habe so starke Winde noch nie erlebt", sagte der Chef des Zivilschutzes, Charalambos Stergiadis, dem gleichen Sender.

Die Feuerwehr musste mehr als 500 Mal ausrücken, um Menschen in Not zu helfen. Die Regierung rief den Notstand für die Region aus. Eine genaue Bilanz werden die Behörden erst nach Tagesanbruch ziehen können.

Das heftige Unwetter folgte einer Hitzewelle mit Temperaturen bis zu 40 Grad Celsius. In der Region der Chalkidiki verbringen zurzeit Zehntausende überwiegend aus osteuropäischen Staaten stammende Touristinnen und Touristen ihren Urlaub.

Auch in Italien kam es zuletzt zu Verletzten nach einem Unwetter. In der Hafenstadt Pescara hatten Hagelkörner in der Größe von Apfelsinen 18 Menschen verletzt. Weiterhin wurde der Urlauberort Milano Marittima an der Adria von einem Tornado getroffen. Mehrere 200 Jahre alte Pinien stürzten um.