Update: Der Chemienobelpreis geht an drei Wissenschaftler für ihre Forschung zu Lithium-Ionen-Akkus. Ausgezeichnet werden John Goodenough, Stanley Whittingham und Akira Yoshino.

Am Mittwoch hat das Nobelkomitee die höchste Auszeichnung der Chemie verliehen. Die Jury gab ihre Entscheidung um 11.45 Uhr bekannt. Denn erst, wenn der Preisträger oder die Preisträgerin selbst Bescheid weiß, wird die Öffentlichkeit informiert. Warum das Komitee John Goodenough, Stanley Whittingham und Akira Yoshino ehrt, können Sie oben im Video sehen.

Zuletzt hatte die Jury die Biochemikerin Frances Arnold mit einer Hälfte des Chemienobelpreises ausgezeichnet. Die andere Hälfte teilten sich im Jahr 2018 George Smith und der Molekularbiologe Sir Gregory Winter. Den Forschern ist es gelungen, die Evolution von Enzymen im Reagenzglas in kurzer Zeit ablaufen zu lassen und damit für ganz bestimmte Zwecke nutzbar zu machen. Sie konnten die in der Natur vorkommende Evolution künstlich einsetzen – Fachleute nennen das "gerichtete Evolution". Mit dieser Technik in der Biotechnologie werden heute zum Beispiel Biokraftstoffe oder Mittel entwickelt, die in der Industrie Giftstoffe abbauen.

Lesen Sie hier ausführlich, wie die 2018 mit dem Chemienobelpreis Geehrten keine Lust hatten, auf die Evolution zu warten.

Die Gewinner in den Kategorien Medizin und Physik stehen bereits fest

Am Montag gab die Nobelversammlung des Karolinska-Instituts die Gewinner des Nobelpreises in Physiologie oder Medizin bekannt: William Kaelin und Gregg Semenza aus den USA sowie der Brite Peter Ratcliffe. Ausgezeichnet wurden sie für ihre Entdeckungen dazu, wie Zellen sich an Sauerstoffmangel anpassen (einen ausführlichen Bericht dazu lesen Sie hier). Am Dienstag folgte der Physiknobelpreis. Den bekamen zur einen Hälfte der Kosmologe James Peebles für seine Entdeckungen zur Entstehung des Universums und zur anderen die Schweizer Michel Mayor und Didier Queloz für die Entdeckung eines Exoplaneten, der um einen sonnenartigen Stern kreist.

Überreicht werden die Auszeichnungen am 10. Dezember, dem Todestages des Stifters Alfred Nobel. Die Nobelpreisträger bekommen in Oslo eine Urkunde und die goldene Medaille, auf der Nobel zu sehen ist. Zusätzlich bekommen sie ein Preisgeld von derzeit neun Millionen Schwedischer Kronen, umgerechnet rund 830.000 Euro.

Lesen Sie hier ausführlich, über die Medizinnobelpreisträger 2019, die einen Schalter entdeckt haben, der das Atmen sichert. Und über die Physiknobelpreisträger, die uns helfen, die Entstehung des Universums zu verstehen. Am Donnerstag, dem 10. Oktober, wird der Literaturnobelpreis verliehen – dieses Jahr gleich doppelt. Sie können die Bekanntgabe ab 13 Uhr auf ZEIT ONLINE live sehen. Die komplette Berichterstattung über die Nobelpreise 2019 finden Sie auf dieser Seite.