Die Königlich Schwedische Wissenschaftsakademie hat bekannt gegeben, dass der diesjährige Nobelpreisträger in Physik an drei Astronomen geht: zur einen Hälfte an den kanadisch-amerikanischen Kosmologen James Peebles für seine Entdeckungen zur Entstehung des Universums und zur anderen an die Schweizer Michel Mayor und Didier Queloz für die Entdeckung eines Exoplaneten, der um einen sonnenartigen Stern kreist.

Peebles' Arbeiten lieferten die Grundlage für unser Verständnis der Geschichte des Universums vom Urknall bis heute, hieß es bei der Verkündung. Michel Mayor und Didier Queloz haben 1995 den ersten Exoplaneten entdeckt, der um einen sonnenähnlichen Stern kreist. Die höchste Auszeichnung für Physiker ist insgesamt mit umgerechnet etwa 830.000 Euro (9 Millionen Schwedischen Kronen) dotiert.

Vergangenes Jahr ging der Physiknobelpreis zur einen Hälfte an den US-Wissenschaftler Arthur Ashkin, zur anderen an den Franzosen Gérard Mourou und Donna Strickland aus Kanada. Ashkin arbeitete an optischen Pinzetten, mit denen Kleinstobjekte gehalten und bewegt werden können. Mourou und Strickland entwickelten die Lasertechnologie CPA, die heute etwa bei Augenoperationen gegen Fehlsichtigkeit eingesetzt wird.

Lesen Sie hier ausführlich, wie die Preisträger von 2018 Nanopinzetten und Laser ermöglicht haben, die so präzise sind, dass sich damit Augen operieren lassen.

Ein Deutscher hatte zuletzt 2007 den Preis bekommen. Damals erhielt Peter Grünberg vom Forschungszentrum Jülich der Helmholtz-Gemeinschaft einen Teil des Preises für seinen Beitrag zur Erforschung des Riesenmagnetwiderstands, der für den Lesevorgang bei Computerfestplatten verwendet wird.

Die Gewinner des Medizinnobelpreises 2019

Am Montag gab die Nobelversammlung des Karolinska-Instituts bereits die Gewinner des Nobelpreises in Physiologie oder Medizin bekannt: William Kaelin und Gregg Semenza aus den USA sowie der Brite Peter Ratcliffe. Ausgezeichnet wurden sie für ihre Entdeckungen dazu, wie Zellen sich an Sauerstoffmangel anpassen (Einen ausführlichen Bericht dazu lesen Sie hier).

In den Händen halten können die Preisträger die Auszeichnung am 10. Dezember. Es ist üblich, dass die Geehrten eine Urkunde und die goldene Medaille mit dem Konterfei des Stifters am Todestag Alfred Nobels erhalten. Zusätzlich bekommen sie ein Preisgeld von derzeit neun Millionen Schwedischer Kronen, umgerechnet rund 830.000 Euro.

Lesen Sie hier ausführlich, über die Medizinnobelpreisträger 2019, die einen Schalter entdeckt haben, der das Atmen sichert. Am Mittwoch, den 9. Oktober, können Sie ab 11.45 Uhr auf ZEIT ONLINE die Bekanntgabe des Nobelpreises in Chemie live verfolgen.  Die komplette Berichterstattung zur höchsten Auszeichnung der Wissenschaft finden Sie auf dieser Seite.