Der Astronaut Matthias Maurer soll Alexander Gerst nachfolgen und als nächster Deutscher zur Internationalen Raumstation (ISS) fliegen. "Das ist mit Sicherheit so", bestätigte der Generaldirektor der europäischen Raumfahrtagentur Esa einen Bericht der Rheinpfalz. Allerdings, so Jan Wörner beim Deutschen Luft- und Raumfahrtkongress in Darmstadt, sei noch nicht klar, "wann er genau fliegt".

Für den 49-jährigen Maurer wäre es die erste Mission. Der gebürtige Saarländer gehört seit 2015 zum Astronautenkorps der Esa in Köln und schloss seine Grundausbildung 2017 ab. Der promovierte Ingenieur für Materialwissenschaft wurde auch in Nasa-Einrichtungen geschult, wo er bei einer Simulationsübung 16 Tage unter Wasser verbrachte.

Nach Informationen der Rheinpfalz könnte seine ISS-Mission möglicherweise 2021 starten. Wörner zufolge ist zunächst aber ein Abstimmungsprozess mit anderen Weltraumorganisationen wie eben der Nasa nötig. Derzeit ist der Esa-Astronaut Luca Parmitano aus Italien auf der ISS. Vor Maurer sei noch ein Flug des Franzosen Thomas Pesquet geplant, hieß es.

Alexander Gerst wird somit zunächst nicht wieder zur ISS starten. Er habe allen Astronauten zwei Flüge dorthin in Aussicht gestellt und Gerst sei bereits zweimal geflogen, sagte Wörner. Der 43-jährige "Astro-Alex" ist dabei der Deutsche, der am längsten im Weltraum war: 2014 verbrachte er 166 Tage im All, 2018 kamen 197 weitere hinzu. Bei seiner zweiten Raumfahrtmission übernahm er als erster Deutscher und zweiter Westeuropäer für drei Monate das Kommando auf der ISS.