Gesundheitsminister warnt vor "Ruhe vor dem Sturm"

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) nennt die derzeitige Lage in der Corona-Krise trotz aller Einschränkungen im Alltag die "Ruhe vor dem Sturm". Niemand könne sagen, was in den kommenden Wochen komme. "Wir müssen es schaffen, die Zahlen der Neuinfektionen zu verlangsamen", appelliert der Minister erneut. Gleichzeitig müssten die Ressourcen in Krankenhäusern weiter erhöht werden, vor allem was die Intensivpflege angehe.

Spahn zufolge werden in Deutschland rund 360.000 Tests in der Woche durchgeführt. Der Engpass bei der Lieferung von Schutzmasken habe sich mittlerweile entspannt.

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RKI-Chef: Fast 6.000 Menschen wieder gesund

Die neuen Infektionszahlen kommen wieder vom Direktor des Robert Koch-Insituts (RKI), Lothar Wieler. Demnach sind dem RKI bundesweit 36.500 Fälle von Infektionen gemeldet worden – 5.000 mehr als am Mittwoch. Gesicherte Aussagen, ob sich die Ausbreitung des Virus verlangsamt hat, seien noch nicht möglich.

Männer seien von Covid-19 eher betroffen als Frauen: 54 Prozent der Betroffenen sind männlich. Die Menschen, die am Coronavirus verstorben sind, waren im Durchschnitt 81 Jahre alt. Die Zahl der Todesfälle liegt inzwischen bei 198.

Wieler sagte aber auch: "Wir schätzen, dass mindestens 5.900 Mitbürger inzwischen genesen sind".

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Landwirtschaftsministerin sieht Abebben der Hamsterkäufe

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) sieht einen allmählichen Rückgang der Hamsterkäufe, etwa bei Nudeln, Mehl und WC-Papier. "Irgendwann ist der Grundbedarf an Toilettenpapier hoffentlich gedeckt", sagte sie auf einer Pressekonferenz in Berlin.

Die Entscheidung des Bundesinnenministeriums, Saisonsarbeitskräfte aus dem EU-Ausland nicht mehr einreisen zu lassen, treffe die Branche hart. Klöckner erinnerte an die Beschlüsse des Kabinetts vom Montag, etwa dass Menschen in Kurzarbeit und Bafög-Studierende Zuverdienste nicht angerechnet werden sollen, damit sie in der Landwirtschaft aushelfen können. Sie räumte aber an, dass diese Maßnahmen den Bedarf nicht decken werden.

Klöckner sagte zudem, Bundesinnnenminister Horst Seehofer (CSU) unterstütze ihren Vorschlag, Asylbewerber, die ein Arbeitsverbot hätten, in der Landwirtschaft aushelfen zu lassen. Er sei "sehr gewillt, das zu regeln". Der Forderung schloss sich auch Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) an.

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WHO sieht "ermutigende Zeichen" in Europa

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sieht bei der Entwicklung der Coronavirus-Pandemie in Europa "ermutigende Zeichen". So sei die Wachstumsrate der Infektionen im besonders stark betroffenen Italien leicht zurückgegangen, teilte das WHO-Europa-Büro in Kopenhagen mit. "Während die Lage sehr ernst bleibt, beginnen wir, ein paar ermutigende Zeichen zu sehen." Allerdings sei es noch zu früh für die Feststellung, dass die Pandemie in Italien ihren Höhepunkt erreicht habe. In Italien starben nach Angaben vom Mittwochabend insgesamt mehr als 7.500 Menschen an der Lungenkrankheit Covid-19 – so viele wie in keinem anderen Land der Welt.

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G20 investieren fünf Billionen Dollar in die Weltwirtschaft

Die G20-Staaten wollen ein großes Hilfspaket auf den Weg bringen, um die Weltwirtschaft wieder in Schwung zu bringen. Auf einer Videokonferenz sagten sie zu, mit internationalen Organisationen wie der Weltgesundheitsheitsorganisation (WHO) und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) zusammenzuarbeiten, um ein "robustes" Finanzpaket auf den Weg zu bringen. "Im Zuge unserer gezielten finanzpolitischen und wirtschaftlichen Maßnahmen und Bürgschaften investieren wir mehr als fünf Billionen Dollar in die Weltwirtschaft, um den gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und finanziellen Auswirkungen der Pandemie zu begegnen", erklärten die G20-Staaten nach einer Videokonferenz.

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Zahl der Arbeitslosen in den USA auf Rekordniveau

Wegen der Corona-Krise sind die Arbeitslosenzahlen in den USA erheblich angestiegen. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe verzehnfachte sich zum Ende der vergangenen Woche  von 280.000 auf nunmehr etwa 3,3 Millionen, teilte das US-Arbeitsministerium mit. Der bisherige Höchstwert lag bei 695.000 Neuanmeldungen 1982.

Die Erstanträge gelten als Indikator für die kurzfristige Entwicklung des Arbeitsmarkts in der größten Volkswirtschaft der Welt. Analysten hatten in dieser Woche mit einer starken Zunahme gerechnet. Um die wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Krise in den USA abzufedern, beschloss der Senat am Mittwochabend das größte Rettungspaket der US-Geschichte – mit einem Umfang von rund zwei Billionen Dollar (etwa 1,85 Billionen Euro).

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