Könnten wir Ultraschall hören, wäre es vermutlich schwerer, die Klimakrise zu verdrängen – oder durstige Zimmerpflanzen zu ignorieren. Denn bei Trockenstress machen Pflanzen Geräusche, die ähnlich laut sind wie ein Gespräch – nur eben für Menschen nicht hörbar. Das zeigt ein israelisches Forschungsteam in einer aktuellen Studie im Fachblatt Cell (Khait et al. 2023). Demnach unterscheiden sich die im Frequenzbereich von 40 bis 70 Kilohertz gemessenen Töne je nach Pflanzenart und Stressquelle.

"Viele Menschen um mich herum hielten das für reine Science-Fiction", sagt Lilach Hadany. Die Evolutionsbiologin von der Fakultät für Pflanzenwissenschaften und Ernährungssicherheit an der Tel Aviv University hat die Studie geleitet. Jetzt ist sie froh, auf wissenschaftlich abgesegnete Tonaufnahmen verweisen zu können.