Der Tod lauert in Zellen, winziger als Pollenkörner. Fast durchsichtig sind sie und schimmern golden, daher ihr Name: Goldalgen. Mit ihren Geißeln paddeln sie durchs Wasser. Treffen Goldalgen auf ähnlich kleine Flusstiere, sondern sie ein aggressives Gift ab, betäuben ihre Beute – und fressen sie. Wenn Goldalgen in Massen auftreten, wird es auch für größere Tiere gefährlich. Ihr Gift zersetzt die feinen Kiemenhäute von Fischen, Schnecken und Muscheln. Zur Abwehr produzieren die Tiere Schleim, an dem sie schließlich ersticken.
© Jonas Wresch
Fischsterben in der Oder: Warum stoppt niemand das Sterben?
Polen verschleiert die Gründe der Katastrophe – obwohl schon die nächste droht. Deutschland sieht tatenlos zu. Das zeigt eine ZEIT-Recherche entlang der Oder.