Erst kürzlich haben französische Archäologen auf dem Pyramiden-Areal von Sakkara das Grab der ägyptischen Königin Behenu freigelegt. Die Altertümerverwaltung in Kairo erklärte, unter den Ruinen ihrer Pyramide sei auch der Sarkophag der Pharaonen-Gattin entdeckt worden.

Der Raum in dem der Sarkophag gefunden wurde, sei zehn Meter lang, fünf Meter breit und die Wände der 4000 Jahre alten Grabkammer seien mit religiösen Inschriften verziert, sagt der Archäologe Zahi Hawass.

Die mysteriöse Pharaonen-Gattin, über die bislang nur wenig bekannt ist, gehörte zur 6. Dynastie (etwa 2318-2168 vor Christus). Die meisten Forscher vermuten, dass sie eine Ehefrau von Pharao Pepi I. war, dessen Pyramide nicht weit von ihrer Grabstätte im Süden von Sakkara bei Kairo liegt.

Einige Experten halten es jedoch für möglich, dass Behenu, deren Name auf dem Sarkophag zu lesen ist, eine Gattin von Pepi II. war. Eine der Frauen von Pepi I. war in Ungnade gefallen, weil sie der Überlieferung zufolge eine Verschwörung der Frauen des Haushalts gegen den Pharao angezettelt hatte.

Die Überreste der Pyramide der Königin Behenu war von den Archäologen um Philippe Collombert von der Mission Archéologique Française de Saqqâra bereits vor gut drei Jahren identifiziert worden. Sie wurde einst südwestlich der Pyramide von Pepi I. errichtet. In den Überresten des Totentempels wurde zudem ein sehr gut erhaltener Kopf einer Statuette der Königin gefunden.