Beim Aufräumen in den Kellergewölben sind im Rathaus der australischen Hafenstadt Sydney offenbar Haare des einstigen französischen Kaisers Napoleon Bonaparte gefunden worden. Die hellbraunen Strähnen lagen zusammen mit einem Brief seit Jahren in den Archiven des Sandsteingebäudes –, aber es ist unbekannt, wann und wie sie dorthin gelangten.

Es sei noch nicht nachgewiesen, dass die Haare wirklich von dem kleinen Korsen stammten, sagt Margaret Betteridge, die eine Ausstellung mit den Keller-Kuriositäten zusammenstellte. Aber der beiliegende Brief sei sehr plausibel.

"Wir wissen nicht, wie sie hierherkamen. Aber es sieht nicht wie etwas Gefälschtes aus", sagte Betteridge der Nachrichtenagentur AFP . Der Brief stammt von einem Schotten namens Ned Todd. Er schreibt, dass eine Frau ihm die Haare gegeben habe, deren Bruder, ein Major William Crockat, "sie selbst dem berühmten Toten abgeschnitten habe".

Es gilt als sicher, dass Napoleons Haare nach dessen Tod abgeschnitten wurden. Ein Gemälde, das die Todesstunde darstellt, zeigt auch einen Major Crockat. Völlig rätselhaft ist aber, wie die Haare von der Insel St. Helena, wo Napoleon 1821 starb, ins 13.000 Kilometer entfernte Sydney gelangt sein könnten.