Louise Piëch und ihr Porsche 911 © Porsche

Louise Piëch – Die Unternehmerin  

Louise Piëch, Mutter von vier Kindern, führte Porsche gemeinsam mit ihrem Bruder Ferry zum Erfolg und machte die Marke zu dem, was sie ist. Noch heute wird sie in der österreichischen Firma als "die Chefin" verehrt.

Die geborene Österreicherin studierte Kunstgeschichte und Malerei. Doch schon früh galt ihre Leidenschaft den Autos. Sie begleitete ihren Vater Ferdinand Porsche oft auf Versuchsfahrten und fuhr Rennen, sobald sie ihren Führerschein hatte. 1928 heiratete Louise den Wiener Rechtsanwalt Anton Piëch. Beide stiegen in den Betrieb des Vaters ein.

Nach dem Ende des zweiten Weltkrieges drohte mit der Inhaftierung des Vaters sowie des Ehemanns die Enteignung des Firmeneigentums. Louise Piëch und ihr Bruder gründeten deshalb im April 1947 die österreichische Porsche Konstruktionen GmbH. Im Jahr darauf gelang ihnen der nächste Coup:  Ein Abkommen mit VW verpflichtete den Autohersteller zu einer Lizenzgebühr von fünf Mark pro produziertem Käfer. Zudem wurde Porsche die Nutzung der VW-Vertriebsorganisation und des Service-Netzes zugesprochen, was den Bau und die Verbreitung des Sportwagens vorantrieb.

Nach dem unerwarteten Tod ihres Ehemannes übernahm Louise Piëch 1952 die Leitung der Porsche Holding in Österreich. Dort baute sie das Handelsgeschäft auf und wurde die Alleinimporteurin für Volkswagen in Österreich. Bis 1971 leitete sie somit eines der größten Privatunternehmen des Landes.