Juli 1969, Millionen Menschen sitzen vor Flimmerkisten und Neil Armstrong hüpft auf den Mond. Wie groß war dieser Schritt für die Wissenschaft? Und müssen Menschen da wieder hin? Reisen Sie mit uns in die Geschichte und Zukunft in unserem Schwerpunkt "Zum Mond und zurück".

Beeeep! Krrrrssst, zsssss, Apollo 11, do you read? Beeep!

So klingt der Flug zum Mond. Denn die drei Astronauten Neil Armstrong, Buzz Aldrin und Michael Collins standen während fast der gesamten Reise zum Mond und zurück in Funkkontakt mit der Erde. Und die Nasa zeichnete alles auf. Zwischenzeitlich sind die Stimmen der Apollo-11-Astronauten in den Aufnahmen klar zu hören, dann wieder versickern einzelne Wörter, halbe Sätze im krrrrssssss, zsssssss. Klar und schrill dagegen ist der Beeep vor und nach jedem Funkspruch zu hören.

Die Crew hatte zwar auch Kameras an Bord. Deren Material jedoch werteten Techniker größtenteils erst nach der Rückkehr der Astronauten zur Erde aus. Nur zwei spontane TV-Übertragungen kurz vor der Mondlandung und die extra für den Mond konzipierten Schwarz-Weiß-Kameras lieferten Livebilder der Ereignisse. Der Ton dazu jedoch stammt aus dem Funkverkehr. Daher ist der Audiostream bis heute das Beste, um (noch) einmal mit Apollo 11 zum Mond zu fliegen.

Zum Jubiläum der Mondlandung heute vor 50 Jahren haben wir die Aufnahmen angehört. Hier können Sie den Flug zum Mond in neun Tonaufnahmen nachhören. In den Bildunterschriften können Sie mitlesen, was Sie hören, falls es zu stark krrrsssssssst.

1. Start – "Die Astronauten fühlen sich wohl"

16. Juli 1969, 30 Sekunden bis zum Start. Distanz zum Mond: 404.000 Kilometer.

Public Affairs Officer: "Thirty seconds and counting. Astronauts report it feels good. T-25 seconds. Twenty seconds and counting. T-15 seconds, guidance is internal. 12, 11, 10, 9 ... ignition sequence start ... 6, 5, 4, 3, 2, 1, 0 ... All engines running. Liftoff! We have a liftoff ... 32 minutes past the hour, liftoff on Apollo 11. Tower cleared." — Armstrong: "We got a roll program." — Public Affairs Officer: "Neil Armstrong reporting their roll and pitch program which puts Apollo 11 on a proper heading." © Nasa

Zehn.

Es sind 27 Grad. Der Himmel ist blau, die Luft flirrt. 

Acht.

In Cape Canaveral in Florida, starren Zuschauerinnen, Fernsehteams und Politiker – allerdings nicht Präsident Richard Nixon, der war im Weißen Haus – schwitzend auf die Rakete auf Startrampe 39A. Dampf umwabert sie, ansonsten ist die Saturn-V-Rakete ruhig.

Sechs.

Die Rakete brüllt. Ihre fünf F-1-Triebwerke zünden wie geplant: Flammen schlagen empor, es dröhnt, die Startrampe bebt. 

Null.

Verdeckt von glühenden Wolken, schiebt sich die dreistufige Rakete gegen die Schwerkraft in den Himmel.

An der Spitze der Rakete liegen Kommandant Neil Armstrong und seine Piloten Edwin "Buzz" Aldrin und Michael Collins mit dem Rücken zum Boden nebeneinander. Orangefarbene Gurte pressen sie fest in ihre Liegen. Den Großteil der Mission werden die drei Männer auf den sechs bewohnbaren Kubikmetern dieser Kapsel verbringen. Zwischen den Knöpfen, Schaltern und Kontrollanzeigen an der Wand kann ein Mann stehen, während die anderen zwei in den Stühlen bleiben. Die Luft enthält ausreichend Sauerstoff, die Temperaturen sind gemäßigt, der Luftdruck ist wie auf der Erde.

Etwa zwölf Minuten nach dem Start ist Apollo 11 in der Erdumlaufbahn. Nach zwei Stunden und 44 Minuten hat sie anderthalb mal die Erde umflogen. Dann bekommt die Crew das "Go" aus Houston von Mission Control für die Translunar Injection – sie nimmt Kurs auf den Mond. Für fünf Minuten und 48 Sekunden zündet das Triebwerk, um Apollo 11 auf die entsprechende Flugbahn zu bringen.

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2. Drehung – "Fliegt sich wie ein Raumschiff"

Zeit seit dem Start: 4 Stunden, 16 Minuten, 38 Sekunden. Distanz zur Erde: etwa 22.000 Kilometer.

Mission Time: 04:16:38 — Armstrong: "Houston, we're ready for LM ejection." — McCandless: "Roger. You're Go for LM ejection." — Armstrong: "Thank you." — Armstrong: "Houston, we are Sep[arat]ed. We have a Cryo Press light." — McCandless: "Roger. Copy. Cryo Press light." © ZEIT ONLINE

Die drei Astronauten fliegen mit rund 32.000 Kilometer pro Stunde durchs All. Der Start lief gut, aber die Raumfahrzeuge sind noch nicht so miteinander verbunden, dass die Astronauten von der Columbia-Kapsel in das Mondlandefahrzeug Eagle und andere wechseln könnten. Um die Teile der Rakete in die richtige Position zu bringen, muss das Kommandomodul, in dem die drei Astronauten sitzen, die letzte Raketenstufe verlassen, sich um 180 Grad drehen und dann mit der Nase voran an die Spitze der Eagle docken. Geht etwas schief, ist die Mission gescheitert.

"Fliegt sich wie ein Raumschiff, nicht wie ein Simulator", sagt Michael Collins, der das Schiff steuert. "Ich hoffe, das ist gut."

Sechs Minuten vergehen.

"Das war nicht das sanfteste Andocken, das ich je gemacht habe", sagt Collins. "Von hier hat es sich gut angefühlt", sagt Armstrong. Das Manöver ist geglückt. Die Trägerrakete Saturn V lassen sie zurück. In den kommenden drei Tagen fliegt die Crew mehr als 380.000 Kilometer zum Mond. 

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3. Lachs – "Kompliment an den Koch"

Zeit seit dem Start: 28 Stunden, 39 Minuten, 21 Sekunden. Distanz zur Erde: etwa 212.000 Kilometer.

Mission Time: 28:39:21 — Aldrin: "We're right in the middle of - well either [garble] salmon salad, or something like that. That's probably why we're not answering you right away." — McCandless: "Okay. Well, we don't want..." — Aldrin: "My compliments to the chef, that salad salmon is outstanding." — McCandless: "Roger. Understand that's the salad salmon. Over." — Aldrin: "Something like that, salmon salad." — McCandless: "There we go, the salmon salad, very good." © LPI

Mehr als einen Tag sind die drei Astronauten nun schon unterwegs. Auf dem Weg zum Mond kehrt nun Alltag ein: Sie prüfen Batterien, wechseln Stifte, checken das Abwasser.

Kurz nach dem Aufwachen liefert das Kontrollzentrum den drei Astronauten die Weltnachrichten des Tages: Die russische Mondsonde Luna 15 scheint nicht gelandet zu sein. Im Jahr 2000 soll laut US-Vizepräsident Spiro Theodore Agnew ein Mensch auf dem Mars landen. Hippies erhalten in Mexiko erst ein Touristenvisum, wenn sie gebadet haben und sich die Haare haben schneiden lassen.

Die Hauptaufgabe des Tages ist, das Triebwerk des Servicemoduls zu starten, um den Kurs leicht anzupassen. Drei Sekunden feuert es, dann stimmen die Werte.

Wenige Minuten später sieht die Crew die Erde durch ihr Fernglas. "Meine Aussicht ist gerade im wahrsten Sinne des Wortes nicht von dieser Welt", sagt Buzz Aldrin. "Wir sehen sogar Autos, die auf Straßen hoch und runter fahren", sagt Collins. Kurz darauf schießt einer der Astronauten das obige Bild mit der Hasselblad-Kamera, die sie an Bord haben. Norden ist links zu sehen, die große braune Fläche ist die Westsahara.

Zum Mittagessen gibt es outstanding Lachssalat laut Aldrin, "Kompliment an den Koch". Im Hintergrund läuft Angel of the Morning von Merrilee Rush and the Turnabouts, ein Hit des Vorjahres.

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4. Einstieg – "Wie beim Kühlschrank"

Zeit seit dem Start: 55 Stunden, 36 Minuten, 20 Sekunden. Distanz zur Erde: mehr als 324.000 Kilometer.

Mission Time: 55:36:20 — Armstrong: "Roger. We're about to open our hatch now". — Duke: "Rog." — Collins: "There's that same guy that, when you open up the door, why, he's waiting there for you, and he turns the lights on." — Duke: "How about that. Just like the refrigerator." © Nasa

Nach einem weiteren Tag in der Raumkapsel ziehen Armstrong und Aldrin ihre Raumanzüge an. Zum ersten Mal sollen sie durch den Verbindungstunnel in das Mondlandegefährt Eagle steigen.

Das Gespräch zwischen Verbindungssprecher Charlie Duke und Pilot Mike Collins bezieht sich auf das Licht, das sich im Mondlandefahrzeug automatisch einschaltet, wenn jemand die Luke öffnet.

Wie die Eagle den bisherigen Flug überstanden hat? Bestens, stellt Aldrin fest. Der Raum ist ziemlich sauber. Ein bisschen Staub ist zu sehen und ein paar Schrauben, Bolzen und Muttern schweben herum. Nachdem feststeht, dass die Eagle in hervorragendem Zustand ist, schweben Aldrin und Armstrong wieder zu Collins. Es gilt, den Flugplan auf den aktuellen Stand zu bringen und sich auf die Nacht vorzubereiten.

Die Mondlandung wäre möglich. Sofern es gelingt, dem Mond nah genug zu kommen und auf einer steten Bahn zu umkreisen.

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5. Funkstille – "Das Ding ist braun"

Zeit seit dem Start: 75 Stunden, 49 Minuten. Distanz zum Mond: etwa 570 Kilometer.

Mission Time: 75:58:10 — Armstrong: "That was a beautiful burn." — Collins: "God damn, I guess." — Aldrin: "Whoo! Well, I have to vote with the 10 crew, that thing is brown." — Armstrong: "Yes." — Collins: "Sure is." — Armstrong: "Looks tan to me." — Aldrin: "But when I first saw it, at the other Sun angle..." — Armstrong: "Yes?" — Collins: "It looked gray." — Aldrin: "...it really looked gray." — Armstrong: "Yes." — Collins: "More - more Sun angle you get..." — Aldrin: "It got more - more brown - with increasing Sun angle." — Collins: "Okay." — Aldrin: "It's a long ways off." — Armstrong: "Alright, let's - Okay, now we've got some things to do..." © Nasa

Zwischen Apollo 11 und den Teams auf der Erde herrscht Funkstille. Drei Tage nach dem Start fliegt das Raumschiff hinter den Mond. Niemand auf der Erde kann Armstrong, Aldrin und Collins hören. Sie fragen sich, ob der Sonnenschutz am Helm sitzt? Woher kommt dieses Woo-woo-Geräusch? Reagieren alle Systeme?

In etwa zwei Minuten muss das Triebwerk zünden und das Raumschiff abbremsen, damit es in die gewünschte Mondumlaufbahn einschwenkt. Brennt das Triebwerk nicht lang genug, ist man zu weit weg. Brennt es zu lang, landet man womöglich früher auf dem Mond als gedacht – mit einem tödlichen Aufprall. 

Deshalb hat die Nasa sich dafür entschieden, zweimal abzubremsen: 357.5 Sekunden dauert das erste Manöver, es bringt Apollo 11 auf eine elliptische Bahn. Wenig später arbeitet das Triebwerk für 17 Sekunden. Alles klappt.

Apollo 11 schwenkt sicher auf einer kreisförmigen Umlaufbahn ein. Die Astronauten sehen den Mond so klar wie nie zuvor. Sie sehen schwarze Flecken, gigantische Krater zu groß für ein Fenster, geradlinige Verwerfungen und diskutieren, welche Farbe der Mond hat: grau oder braun?

Anschließend sehen sie einen Erdaufgang: Die Erde steigt hinter dem Mond empor. Armstrong, Aldrin und Collins genießen den Ausblick, während die Menschen im Kontrollzentrum auf der Erde auf ein Signal hoffen. Rund 77 Minuten nach Beginn der Funkstille hören die Astronauten: "Houston, Apollo 11. Over."

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6. Trennung – "Der Adler hat Flügel"

Zeit seit dem Start: 100 Stunden, 17 Minuten, 51 Sekunden. Distanz zum Mond: 480 Kilometer.

100:17:51 Duke: Eagle, Houston. We - Houston. We see you on the steerable. Over. [Pause.] 100:18:01 Armstrong: Roger. Eagle's undocked. 100:18:03 Duke: Roger. How does it look, Neil? 100:18:04 Armstrong: The Eagle has wings. 100:18:06 Duke: Rog. 100:18:08 Armstrong: Looking good. © Nasa

Einen Tag später sind Armstrong, Aldrin und Collins wieder hinter dem Mond. Hier koppelt die Eagle sich vom Raumschiff ab. Lunar Orbit Rendezvous nennt die Nasa dieses Verfahren. Denn nach der Landung sollen sich beide wieder in der Umlaufbahn treffen, damit die Astronauten zurück zur Erde kehren können. Das hat nie zuvor jemand probiert.

Während Collins in der Columbia den Mond umkreist, richten sich Armstrong und Aldrin in der Eagle ein. In diesem Raumfahrzeug haben sie, umgeben von grauen Knöpfen und gelben Hebeln, mehr Platz als in der Columbia. Aber sie arbeiten trotzdem meistens im Stehen. Links steht der Kommandant Armstrong, rechts der Pilot Aldrin. Durch zwei dreieckige Fenster sehen sie die Oberfläche des Mondes. Wenige Stunden später beginnt das Landemanöver.

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7. Abstieg – "Wie viel Sprit haben wir noch?"

Zeit seit dem Start: 102 Stunden, 43 Minuten, 58 Sekunden. Distanz zum Mond: 9.000 Meter.

Mission Time: 102:43:58 — Armstrong: "Okay, how's the fuel?" — Aldrin: "Eight percent." — Armstrong: "Okay. Here's a...Looks like a good area here." — Aldrin: "I got the shadow out there. 250 feet, down at 2 1/2, 19 forward. Altitude (and) velocity lights (on). 3 1/2 down, 220 feet, 13 forward. 11 forward. Coming down nicely." — Armstrong: "Gonna be right over that crater." — Aldrin: "200 feet, 4 1/2 down. 5 1/2 down." — Armstrong : "I got a good spot (garbled)." — Aldrin: "160 feet, 6 1/2 down. 5 1/2 down, 9 forward. You're looking good. 120 feet. 100 feet, 3 1/2 down, 9 forward. Five percent (fuel remaining). Quantity light. Okay. 75 feet. And it's looking good. Down a half, 6 forward." — Houston: "60 seconds (of fuel left before the 'Bingo' call)." — Aldrin: "40 feet, down 2 1/2. Picking up some dust. 30 feet, 2 1/2 down. (Garbled) shadow. 4 forward. 4 forward. Drifting to the right a little. 20 feet, down a half." — Houston: "30 seconds (until the 'Bingo' call)." — (Das Bild zeigt den Wiederaufstieg der Mondlandefähre. Vom Abstieg gibt es keine Bilder.) © Nasa/​JSC

Der Abstieg beginnt wie geplant. Kilometer um Kilometer sinkt die Eagle.

Noch etwa 9.000 Meter bis zur Oberfläche.

Plötzlich stimmt etwas nicht. 

Ein Alarm löst aus. "1202" zeigt ein Monitor. Ein Warnton ist zu hören, passend dazu blinkt eine quadratische Warnleuchte rot auf. Armstrong fragt: "Was ist das?" Auf der Erde prüft Houston, was los ist. Fünf Sekunden später kommt die Antwort: "Wir können trotz des Alarms weiter fliegen." Sie schalten den Alarm aus. Später stellte sich heraus, dass der Computer überlastet war, neu startete und damit zu den Fehlern führte.

Erneut springt der Alarm an. Wieder schalten sie ihn aus.

900 Meter bis zur Oberfläche.

Wieder springt ein Alarm an: "1201", sagt Armstrong.

600 Meter.

Houston sagt: "Gleicher Alarm. Weiterfliegen."    

Noch 200 Meter.

Leicht ab vom Kurs ist die Oberfläche zerklüfteter als gewünscht. Zwei Skalen auf den Fenstern zeigen Armstrong, wo sich die von Computer berechnete Landestelle befindet. Sie ist ungeeignet, er sieht nur Geröll und Kraterwände. Als Armstrong die manuelle Steuerung übernimmt, hat er nur noch 13 Prozent Sprit.

80 Meter.

"Hier sieht es gut aus", sagt Armstrong.

15 Meter.

Staub wirbelt auf.

Kontakt.

Als die Mondfähre auf dem staubigen Gestein aufsetzt, haben die Triebwerke noch Treibstoff für 30 Sekunden. Armstrongs Puls liegt bei 150 Schlägen pro Minute. Rekord.

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8. Unten – "Der Adler ist gelandet"

Zeit seit dem Start: 102 Stunden, 46 Minuten, 1 Sekunde. Distanz zum Mond: 0 Meter.

102:45:58 Armstrong (onboard): Engine arm is off. (Pause) (Now on voice-activated comm) Houston, Tranquility Base here. The Eagle has landed. 102:46:06 Duke: (Responding to Neil's transmission but momentarily tongue-tied) Roger, Twan...(correcting himself) Tranquility. We copy you on the ground. You got a bunch of guys about to turn blue. We're breathing again. Thanks a lot. 102:46:16 Aldrin: Thank you. © Nasa

"ACA out of detent", sagt Aldrin. Der Hauptschalter für das Triebwerk ist auf Aus. Das sind die ersten Worte vom Mond. Die Eagle steht mit vier Füßen auf dem Mond. "Der Adler ist gelandet", sagt Armstrong.

Die beiden halten kurz inne, dann geht es weiter im Protokoll. Damit sie den Mond im Notfall sofort verlassen können, bereiten Armstrong und Aldrin die Eagle für den Abflug vor.

Sie prüfen den Kabinendruck und den Sauerstoffgehalt. Checkliste um Checkliste wird abgearbeitet. Alles ist, wie es sein soll. Sie sind da. Aber raus können sie noch nicht. Erst in etwa sieben Stunden sollen die Astronauten das erste Mal den Mond betreten.

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9. Draußen – "Ich steige jetzt aus"

Zeit seit dem Start: 109 Stunden, 24 Minuten, 23 Sekunden, Distanz zum Mond: 0 Meter.

109:24:12 Armstrong: Okay. I'm going to step off the LM now. (Long Pause) 109:24:23 Armstrong: That's one small step for (a) man; one giant leap for mankind. (Long Pause) © Nasa/​JSC

Bald! Bald ist es Zeit, das Mondlandefahrtzeug zu verlassen. Also heißt es: Die Raumanzüge anziehen und den Druck einstellen. Weil die Anzüge nun mehr Platz einnehmen, ist es plötzlich deutlich enger in der Eagle als zuvor. Als nächstes gilt es, den Druck in der Kabine zu verringern, um die Luke zum Mond zu öffnen. Es dauert eine halbe Stunde. Weitere Minuten vergehen. Dann ist es so weit: "Bereit, runterzugehen und ein paar Mondsteine aufzusammeln?", fragt Aldrin.

Behutsam steigt Neil Armstrong die Stufen der Mondlandefähre hinab. Er tastet sich, mit der rechten Hand an der Leiter, nach unten vor. Die Füße des Landefahrzeugs seien nur 2,5 bis 5 Zentimeter in den Boden eingesackt, sagt Armstrong. Die Oberfläche sehe geradezu pudrig aus. Dann hüpft er runter.

Nach 109 Stunden, 24 Minuten und 15 Sekunden kommt es am 21. Juli 1969 um 3.56.15 Uhr deutscher Zeit zum initial contact, so steht es im Apollo-11-Mission-Report. Später wird die Nasa dies um fünf Sekunden nach hinten korrigieren. Damit Ton und Video zueinander passen, hatte Armstrong seinen Sprung angekündigt und setzte ihn erst dann in die Tat um. Der erste Mensch steht auf dem Mond.

Mitarbeit: Leonie Wismeth (Audios und Gestaltung), Annick Ehmann (Grafik)


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