Ziemlich grau dort: Anfang der Achtzigerjahre ist Wendelin Bottländer mehrfach nach Ost-Berlin gereist, um das Leben in der Hauptstadt der DDR zu dokumentieren. Sein Fokus lag auf dem Beiläufigem, die Bilder zeigen alltägliche Situationen in der Spreemetropole – Schlangen an den Kassen einer Kaufhalle etwa, Auslagen von Geschäften, leere Straßenzüge. Heute zeugen seine Stillleben von einer in sich widersprüchlichen Halbstadt, die sich damals zwischen Fortschritt, Stillstand und Verfall befand.