Die Zahl der sehr übergewichtigen Kinder in den USA nimmt zu: 7,3 Prozent der Jungen und 5,5 Prozent der Mädchen im Alter von zwei bis 19 Jahren sind sogar extrem fettleibig. Das berichtet ein Forscherteam des US-Unternehmens Kaiser Permanente um Corinna Koebnick im Journal of Pediatrics . Die Wissenschaftler analysierten die Daten von 710.949 Kindern und Teenagern verschiedener ethnischer Herkunft.

Extrem dicke Menschen seien anfälliger für Herzkrankheiten, Diabetes und eine Fettleber. "Wenn diese Kinder ihre Lebensgewohnheiten nicht ändern, verringert sich ihre Lebenserwartung um zehn bis 20 Jahre", erläuterte Koebnick. "In ihren zwanziger Jahren werden sie gesundheitliche Probleme haben, die Normalgewichtige typischerweise zwischen 40 und 60 Jahren bekommen." Afroamerikanische Mädchen und lateinamerikanische Jungen sind der Studie zufolge die schwersten.

Als Indikator nahmen die Forscher Körpergröße, Gewicht und den daraus resultierenden Bodymass-Index BMI (Gewicht in Kilogramm geteilt durch Größe in Meter zum Quadrat). Beträgt dieser mehr als 30, lautet die Diagnose Fettleibigkeit ( Adipositas ). Bei einem Wert von mehr als 35 sind die Kinder nach der Einteilung der US-Gesundheitsbehörden extrem fettleibig.

Dies sei die erste derart umfangreiche Studie, die Kinder nach dem neu in den USA eingeführten Wert "extrem fettleibig" einteile, schreiben die Forscher. In Deutschland sind nach der 2007 veröffentlichten KiGGS-Studie 6,3 Prozent der drei- bis 17-Jährigen fettleibig. Extremfälle wurden dabei nicht gesondert erfasst.