In Hongkong hat sich seit sieben Jahren erstmals wieder nachweislich ein Mensch mit einem Vogelgrippevirus infiziert. Der Gesundheitszustand der 59 Jahre alten Frau sei besorgniserregend, teilten die Gesundheitsbehörden mit. Sie erhöhten die Alarmstufe, demnach besteht eine "erhöhte Gefahr", sich mit der unter Umständen tödlichen Vogelgrippe zu infizieren.

Die Frau war erst vor Kurzem von einer Reise innerhalb Chinas zurückgekehrt, wie die Behörden mitteilten. Zunächst war eine Lungenentzündung vermutet worden, dann wurde der Virus von Typ H5 bei ihr festgestellt. Noch ist unklar, wo und wie sich die Frau ansteckte. Anzeichen für eine Übertragung des Virus von Mensch zu Mensch gebe es bislang nicht.

Von den Hunderten unterschiedlichen Varianten von Vogelgrippeviren, haben bisher nur H5N1, H7N3, H7N7, und H9N2 auch Menschen infizieren können. Drei davon lösten nur milde Symptome aus. Anders die hochpathogene Variante H5N1, an der weltweit nach Informationen der Weltgesundheitsorganisation WHO bislang 507 Menschen erkrankt und 302 gestorben sind.

Im Jahr 2006 hatte die Vogelgrippe weltweit für Aufsehen gesorgt: Damals wurden aus Indonesien 55 Infizierte gemeldet, aus Ägypten 18 und aus China 13. Auch in der Türkei hatte es zwölf Fälle gegeben. Wissenschaftler rechnen allerdings mit einer höheren Dunkelziffer, da gerade aus armen Ländern nicht alle Fälle gemeldet werden. Das Risiko einer Ansteckung ist vor allem in ländlichen Regionen hoch, wo Mensch und Tier eng zusammen leben.

Bereits im August dieses Jahres hatte Ägypten einen tödlichen Vogelgrippefall gemeldet, im Oktober hatten sich außerdem in Indonesien zwei Menschen mit H5N1 infiziert, einer starb.