Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat die Warnung vor dem Verzehr roher Sprossen weitgehend aufgehoben. Aus Ägypten importierte Bockshornkleesamen sowie Sprossen und Keimlinge, die aus diesen Samen gezogen wurden, sollten aber weiterhin nicht roh verzehrt werden, heißt es in einer Pressemitteilung.

Die aktuellen Ermittlungsergebnisse hätten keine Hinweise ergeben, dass andere Samenarten als Bockshornkleesamen mit Ehec-Infektionen in Zusammenhang stehen. Eine Gefährdung durch Kreuzkontamination anderer Samenprodukte durch Bockshornkleesamen in Deutschland bestehe nicht. Die im Fokus der Ermittlungen stehenden Chargen aus Ägypten werden derzeit vom Markt genommen.

Die deutschen Bundesbehörden hatten am 10. Juni 2011 empfohlen, vorsorglich bis auf weiteres Sprossen und Keimlinge nicht roh zu verzehren. Bockshornkleesamen, die aus Ägypten importiert wurden, konnten mit hoher Wahrscheinlichkeit als Ursache für das Ehec-Ausbruchsgeschehen ausgemacht werden.

Sollten in Privathaushalten noch Bockshornkleesamen oder Samenmischungen lagern, die in den Jahren 2009 bis 2011 gekauft wurden, sollten diese mit dem Restmüll entsorgt werden. Wer die Samen roh verzehren will, sollte sie vorher kräftig erhitzen, rät das BfR.