Bayern schließt nach dem Manipulationsskandal bei Organspenden zwei Lebertransplantationszentren. Die Landesminister für Wissenschaft und Gesundheit, Wolfgang Heubisch (FDP) und Marcel Huber (CSU), kündigten eine Neustrukturierung der Lebertransplantation im Freistaat an. 

Danach sollen nur noch drei Kliniken in Bayern das Organ verpflanzen dürfen: Großhadern in München sowie Krankenhäuser in Regensburg und Würzburg. Das Münchner Klinikum rechts der Isar und das Lebertransplantationsprogramm in Erlangen würden geschlossen. An beiden Standorten sollen die Lebertherapiezentren aber erhalten bleiben.

2012 waren in Bayern drei Fälle von Manipulation bei der Vergabe von Spenderlebern am Klinikum rechts der Isar bekannt geworden. "Die strukturellen Änderungen sollen vor allem Transparenz, Effizienz und neues Vertrauen bringen", sagte Huber bei der Präsentation des Prüfberichts.

Der Vorsitzende der Prüfkommission für die Lebertransplantationszentren, Ferdinand Mühlbacher, sagte, drei Zentren seien sowohl bezogen auf eine Gesamtzahl von 160 Lebertransplantationen im Jahr als auch bezogen auf die zu versorgende Fläche ausreichend. "Es macht keinen Sinn, um Patientenzahlen zu konkurrieren, in erster Linie zählt die Ergebnisqualität."