Die deutsche Arzneimittelzulassungsbehörde hat vor der Verwendung der Chargen CP50393, CP50749 und CP50902 des Insulinpräparats NovoMix 30 FlexPen des Herstellers Novo Nordisk gewarnt. "Für die betroffenen Patienten besteht das Risiko einer Über- oder Unterdosierung", teilte das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) mit. "Das kann zu einer möglicherweise lebensgefährlichen Über- oder Unterzuckerung führen."

Der Insulin-Gehalt weiche in sehr seltenen Fällen von der vorgesehenen Dosis ab, sagte BfArM-Sprecher Maik Pommer. Die betroffenen NovoMix-30-Chargen würden deshalb EU-weit zurückgezogen.

Allein in Deutschland verwenden den Angaben nach Hunderttausende Menschen das Insulinpräparat. Von dem Herstellerfehler seien in Deutschland etwa 1.000 Spritzen betroffen.

Bei dem Mittel handelt es sich um verschreibungspflichtige Fertigspritzen zur Senkung eines zu hohen Blutzuckerspiegels bei Patienten mit Diabetes mellitus. Die beanstandeten Spritzen enthielten zwischen 50 und 150 Prozent der eigentlich vorgesehenen Insulinkonzentration, teilte das BfArM mit.

Betroffene sollten die Chargennummern prüfen, sagte Pommer. Wer das allein nicht schaffe, solle einen Arzt oder Apotheker fragen. Diese seien über den Rückzug der Chargen bereits informiert.

Für Fragen hat Novo Nordisk die Telefonnummer 06131/903-1113 eingerichtet. Informationen gebe es auch beim BfArM im Internet unter http://www.bfarm.de.