Wir wurden die Daten erhoben?

Der Global Drug Survey ist eine Online-Umfrage, an der Menschen freiwillig und anonym teilnehmen können. Die Daten der Teilnehmer aus Deutschland sind die Grundlage des ZEIT-ONLINE-Drogenberichts. Niemand hat die Befragten gezielt ausgewählt, deshalb sind die Ergebnisse nicht repräsentativ für die Gesamtbevölkerung. Das bedeutet auch, dass sie keine Rückschlüsse auf den Drogenkonsum aller Deutschen zulassen.

Die Teilnehmer haben über Facebook und Twitter sowie in Berichten und Aufrufen internationaler Medien von der Umfrage erfahren (Wer sind die Teilnehmer?). In Deutschland hat ZEIT ONLINE seine Leser gebeten, den Survey auszufüllen. Damit ist die Stichprobe nicht zufällig.  Es ist schwierig, wenn nicht unmöglich, festzustellen, wie sich die Menschen, die mitgemacht haben, von denen unterscheiden, die sich dagegen entschieden haben oder nichts von der Umfrage wussten.

Da der Global Drug Survey gezielt Menschen anspricht, die legale wie illegale Drogen konsumieren, sind die Ergebnisse in Richtung dieser Gruppe verschoben. Ebenso muss berücksichtigt werden, dass Online-Umfragen eher Menschen erreichen, die ohnehin aktiv im Netz unterwegs sind. Wie repräsentative Haushaltsbefragungen schließt ein Online-Fragebogen Menschen aus, die im Schnitt mehr Drogen konsumieren als andere, wie Häftlinge oder Obdachlose. Und diejenigen, die keinen Zugang zum Internet haben, können nicht an der Umfrage teilnehmen. Dieser Anteil verringert sich aber kontinuierlich.

Ein weiterer Nachteil von anonymen und freiwilligen Befragungen ist, dass sich Teilnehmer zum Beispiel nicht mehr erinnern, welche Drogen sie genommen haben, was zu Verzerrungen der Ergebnisse führt. Denkbar ist auch, dass Einzelne Antworten geben, von denen sie glauben, dass die Studienleiter sie lesen möchten.

Allerdings hat die anonyme Befragung online auch große Vorteile. Menschen berichten nur ungern am Telefon oder an der Haustür wahrheitsgemäß von ihrem Drogenkonsum. Zudem sind die Ergebnisse von Haushaltsumfragen aufgrund ihrer aufwändigen Auswertung oft veraltet. Der Global Drug Survey hingegen präsentiert Daten, die nur vier Monate alt sind. Zudem ist die Stichprobe weit größer als für andere Studien. Während etwa der repräsentative epidemiologische Suchtsurvey in Deutschland nur alle drei Jahre rund 9.000 Menschen erreicht, nahmen hierzulande mehr als 22.000 Menschen am Global Drug Survey teil.

Weitere Details zu den Methoden finden Sie in englischer Sprache auf den Seiten des Global Drug Survey.

Alle Hintergründe, Grafiken und Ergebnisse zum ZEIT-ONLINE-Drogenbericht © ZEIT ONLINE

Wer steckt hinter dem Global Drug Survey?

Erstellt hat den Global Drug Survey ein Expertenteam um den britischen Suchtexperten, Mediziner und Psychiater Adam Winstock. Winstock hat das Projekt als unabhängiges und selbstfinanziertes Institut gegründet, das verspricht, alle Daten zum Drogenkonsum vertraulich und anonym zu erheben. Der Fragebogen wurde von Experten und Ethikkommissionen des South London and Maudsley NHS Trust geprüft und für gut befunden.

Der Global Drug Survey 2014 wird von Medien in 17 Ländern auf vier Kontinenten unterstützt. Darunter sind der britische Guardian, die amerikanische Huffington Post und die französische Libération. In Deutschland hat ZEIT ONLINE zur Teilnahme aufgerufen. Weltweit beantworteten 78.820 Menschen die Umfrage.

Da die Stichprobe der Befragten in Deutschland mit mehr als 22.000 weitaus größer ist als in allen anderen teilnehmenden Ländern, beschränkt sich der ZEIT-ONLINE-Drogenbericht zunächst auf die deutschen Ergebnisse.

Alle Ergebnisse des ZEIT-ONLINE-Drogenberichts finden Sie hier in der Übersicht. Die Auswertung konzentriert sich auf die am häufigsten konsumierten Drogen. Das sind Alkohol (Ergebnisse hier), Tabak (hier), Cannabis (hier), Ecstasy (hier) und Kokain (hier).

Der Global Drug Survey 2015 hat begonnen. Nehmen Sie bis zum 20.Dezember 2014 an der weltweit größten Umfrage zum Drogenkonsum teil und helfen Sie mit, Drogenkonsum sicherer zu machen (Lesen Sie hier mehr).

Die Ergebnisse werden wir Ihnen im Sommer 2015 exklusiv auf ZEIT ONLINE vorstellen. Folgen Sie der Umfrage auch auf Twitter via #GDS2015 und @GlobalDrugSurvy. Berichte und Hintergründe zum Thema auf ZEIT ONLINE finden Sie hier.