Kann man auf LSD hängen bleiben? Ja, erzählt zumindest der Freund eines Freundes, und der muss sich auskennen, denn der kennt einen, der im Dschungel Südamerikas nie mehr davon runterkam. Solche abstrusen Anekdoten kennen viele.

Wer Drogen nimmt, sollte wissen, was er tut: wie der Rausch wirkt und welche Risiken man dabei eingeht. Aber obwohl (oder gerade weil) Drogen zu unserem Alltag gehören, wissen wir oft nicht so gut Bescheid. Deshalb haben wir acht Binsenweisheiten über Drogen gesucht und nachgefragt, was an ihnen dran ist.

Nestor Bachmann/dpa
Das Mohnbrötchenhigh

Das Mohnbrötchenhigh

Kann man sich mit Mohnbrötchen berauschen? Ist Wasserpfeife wirklich ungefährlich? Acht Alltagsmythen über Drogen – und was dahinter steckt.

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Gaston de Cardenas/Reuters
1. Kann man auf einem Trip hängen bleiben?

1. Kann man auf einem Trip hängen bleiben?

Der Freund eines Freundes hat im Dschungel LSD genommen und hat bis heute Halluzinationen. Solche Geschichten kennen viele. Was ist dran?

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Endloser Trip

Raten Sie mal, ob man auf LSD hängen bleiben kann!

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Prinzipiell stimmt das. Bereits einmaliger LSD-Konsum kann langfristige Folgen haben. Verborgene Ängste und psychische Probleme können hervortreten. Auch sogenannte Flashbacks sind möglich: Man halluziniert, obwohl die Droge den Körper längst verlassen hat. Jedoch fehlen belastbare Zahlen, wie häufig so etwas passiert.

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Falsch. Die geringste Dosis Morphium, die zur Schmerzbekämpfung verabreicht wird, enthält 1,9 Milligramm Morphin. Der Morphingehalt im Mohn von Mohnbrötchen schwankt, liegt aber maximal bei 17 Mikrogramm pro Brötchen. Sie müssten also 112 Brötchen essen, um auf dieselbe Menge Morphin zu kommen.

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Die Informationen aus dieser Kartengeschichte stammen unter anderem von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (zum Mohnbrötchen), dem Tabakatlas des Deutschen Krebsforschungszentrums, dem Drogen- und Suchtbericht 2015 der Bundesregierung und der Deutschen Hauptstelle für Suchtforschung (zu Ritalin).

ZEIT ONLINE fragt regelmäßig seine Leser, welche Drogen sie nehmen und warum, zusammen mit dem Global Drug Survey, der weltweit größten Drogenumfrage im Netz. Ziel ist es, unabhängig über Drogen und ihre Gefahren zu informieren. Schon mehr als 20.000 Menschen haben den Fragebogen dieses Jahr schon ausgefüllt. Helfen auch Sie mit, Drogenkonsum sicherer zu machen! Wir rufen alle Leser ab 16 Jahren auf, am Global Drug Survey 2016 teilzunehmen.


Nehmen Sie teil und helfen Sie mit, Drogenkonsum sicherer zu machen (Lesen Sie hier mehr zum Global Drug Survey 2016).

Die Ergebnisse der Umfrage veröffentlichen wir im Frühjahr 2016 auf ZEIT ONLINE. Erstmals werden dabei auch die Antworten der vergangenen Jahre berücksichtigt. Wir suchen nach langfristigen Trends. Wie haben sich Drogenpreise verändert, in Deutschland und weltweit? Welche neuen Drogen sind aufgetaucht? Welchen Einfluss hat die Debatte darüber, ob Cannabis legalisiert werden sollte? Und kaufen mehr und mehr Leute Rauschmittel online?