Jugendliche in Deutschland rauchen kaum noch. Der Anteil der rauchenden 12- bis 17-Jährigen sank nach Angaben der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) im vergangenen Jahr auf einen neuen Tiefstand von 7,8 Prozent.

Zur Jahrtausendwende hatte die Quote noch bei 27 bis 28 Prozent gelegen. Danach sank sie kontinuierlich. Im Jahr 2014 gaben 9,7 Prozent der befragten Jugendlichen an, zu rauchen. Der Anteil der Jugendlichen, die noch nie eine Zigarette geraucht haben, verdoppelte sich von 40,5 Prozent im Jahr 2001 auf 79,1 Prozent im vergangenen Jahr. Die Bundeszentrale führt den Rückgang auf die nach der Jahrtausendwende gestarteten Präventionsmaßnahmen zurück.

Auch bei den jungen Erwachsenen zwischen 18 und 25 Jahren geht der Anteil der Raucher seit einigen Jahren zurück. Nur etwas mehr als ein Viertel (26,2 Prozent) gab an, zu rauchen – ebenfalls ein neuer Tiefstand.

Auch der regelmäßige Alkoholkonsum der jungen Deutschen nimmt nach Erkenntnissen der BZgA weiter ab. Von den 12- bis 17-Jährigen gaben im vergangenen Jahr 10 Prozent und von den 18- bis 25-Jährigen 33,6 Prozent an, regelmäßig Alkohol zu trinken. Vor zehn Jahren hatten die Quoten bei 18,6 Prozent und 40,5 Prozent gelegen. Etwa jeder Dritte im Alter von 12 bis 17 Jahren gab 2015 an, noch nie Alkohol getrunken zu haben.

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler (CSU), warnte dennoch vor sogenanntem Binge-Drinking. Zudem forderte sie ein komplettes Verbot von Tabakaußenwerbung.

Seit Jahrzehnten sind Alkohol und Tabak in Deutschland die Suchtmittel, die bezogen auf die Gesamtbevölkerung die schwersten Folgen haben. Das bestätigte auch der vergangene Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung. Jedes Jahr sterben geschätzt 74.000 Menschen an den direkten und indirekten Folgen ihres Alkoholkonsums. 110.000 weitere töten die Leiden, die ihr Rauchverhalten auslöst. Ihnen gegenüber stehen 1.032 Menschen, die 2014 direkt an illegalen Drogen starben.