Die US-Regierung hat im US-Außengebiet Puerto Rico wegen Zika den Gesundheitsnotstand ausgerufen. Mittlerweile hätten sich dort mehr als 10.000 Menschen mit dem Virus infiziert, teilte das Gesundheitsministerium mit. Die Dunkelziffer werde höher eingeschätzt, weil nicht alle Fälle gemeldet würden. Etwa jeder zehnte der bestätigten Fälle betreffe eine Schwangere.

Durch den Notstand könne die US-Regierung dem Karibikstaat zusätzliche Unterstützung bereitstellen, hieß es weiter. In Puerto Rico ist die medizinische Versorgung nicht ausreichend. Laut dem Europäischen Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) hat sich in den letzten drei Monaten der Zika-Virus auch auf den umliegenden Karibikinseln wie der Dominikanischen Republik, Haiti und Guadeloupe verbreitet.

Anfang August waren in Florida erstmals Fälle in den USA bekannt geworden, in denen sich Menschen durch Mückenstiche mit dem Zika-Virus infiziert hatten. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist das Zika-Virus derzeit in 69 Ländern nachgewiesen worden.