Etwas schaffen, was die Welt für immer besser gemacht hat? Etwas, das der gesamten Menschheit dient? Nur wenige Wissenschaftler können wohl von sich sagen, so etwas erreicht zu haben. Und selbst von diesen Glücklichen bekommt nur ein Bruchteil jemals einen Nobelpreis. Er ist die höchste Auszeichnung, die eine Forscherin oder ein Forscher erhalten kann, dotiert mit rund 900.000 Euro. Heute wird die Stockholmer Jury nach monatelanger Beratung bekanntgeben, wer in diesem Jahr in der Kategorie Physiologie oder Medizin geehrt wird. Auf ZEIT ONLINE können Sie die Bekanntgabe ab 11.30 Uhr hier live verfolgen.

Die letzte Frist für Nominierungen war der 31. Januar 2016. Es folgten zahlreiche Sitzungen, darunter ein Treffen mit dem Nobelkomitee für Chemie im Frühjahr, um zu vermeiden, dass jemand zwei Preise erhält.

Am Todestag Alfred Nobels, dem 10. Dezember, werden die Preise dann verliehen: Die Geehrten erhalten eine Urkunde, die goldene Medaille mit dem Konterfei des Stifters und das Preisgeld, das versteuert werden muss. Gibt es mehrere Preisträger in einer Kategorie, wird es aufgeteilt. Mehr als drei Personen dürfen es nicht sein.

Den Medizinnobelpreis teilten sich im vergangenen Jahr die Parasitenforscher William C. Campbell und Satoshi Ōmura mit der Forscherin Youyou Tu. Alle drei hatten Therapien gegen Malaria oder Flussblindheit möglich gemacht. Dank der Wirkstoffe, die sie entdeckten, wurden seit den 1970er Jahren Millionen Menschenleben gerettet.

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