Es ist ein chronisches Ärgernis: Alle sechs Monate werkelt Deutschland an der Zeit herum. Dreht den Zeiger mal vor, mal zurück. In der vergangenen Nacht ist er von zwei auf drei Uhr vorgestellt worden. Nun herrscht Sommerzeit.

Seit 1980 geht das hierzulande so. Halbjährlich wird die Entscheidung hinterfragt, vor allem im Frühjahr, wenn Millionen Menschen die Folgen spüren: Müdigkeit, Gereiztheit, Konzentrationsschwäche. Mittlerweile liefern zahlreiche Studien Hinweise, dass die Zeitumstellung sich sogar dauerhaft auf die Gesundheit auswirkt – manche widersprechen sich, andere werfen neue Fragen auf, insgesamt aber stimmen Chronobiologen darin überein. Warum der Körper so empfindlich reagiert, erklärt die Kartengeschichte.