Der Neurologe Thomas Gasser sieht bei einem altbekannten Asthmamittel das Potenzial, den Ausbruch der Parkinson-Krankheit verhindern zu können: "Wenn Patienten dieses Medikament über Jahre nehmen, reduzieren sie damit wohl ihr Risiko, Parkinson zu bekommen", sagte Gasser, Vorstand des Hertie-Instituts für klinische Hirnforschung in Tübingen, in der ZEIT.

Der Vorstand des Hertie-Instituts für klinische Hirnforschung in Tübingen verweist auf eine jüngst erschienene Studie, die diese vorbeugende Wirkung gezeigt hatte. Ob das Medikament auch ein Fortschreiten der Erkrankung verhindern oder sie sogar heilen kann, "weiß man noch nicht", so Gasser.

"Das Problem ist nur, dass der Krankheitsprozess schon seit zehn, vielleicht sogar zwanzig Jahren im Gang ist, wenn die ersten Symptome auftreten." Momentan könnte man das Mittel nur bei Menschen einsetzen, "von denen man weiß, dass sie mit hoher Wahrscheinlichkeit an Parkinson erkranken werden – weil sie genetisch vorbelastet sind", sagte Gasser in der ZEIT. Bei ihnen könnte man zunächst in weiteren Untersuchungen ergründen, ob sich das Studienergebnis bestätigt.