Sexuelle Freiheit hat ihre Grenzen. Wenn Menschen seelisch oder körperlich Schaden nehmen könnten, sind sie erreicht. Wann beginnt sexuelle Gewalt und wer ist besonders häufig betroffen? Mit der Sexualtherapeutin und Ärztin Melanie Büttner thematisiert ZEIT-ONLINE-Wissenschaftsredakteur Sven Stockrahm Scham, Schuld und Macht beim Sex. Dabei geben sie Hinweise, an wen sich Betroffene wenden können, besprechen die Folgen sexueller Übergriffe und wie schwierig es ist, nach einem traumatischen Erlebnis eine selbstbestimmte Sexualität zu entwickeln.

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Auf welche Studien und Quellen zum Thema sexuelle Gewalt stützt sich Melanie Büttner im Gespräch? Wir haben an dieser Stelle Studien und Literatur zusammengefasst sowie Anlaufstellen für Betroffene:

Literatur und weitere Informationen

Hilfe für Betroffene sexueller Übergriffe und Gewalt

Im akuten Notfall – falls möglich – sofort reagieren, die 110 wählen und die Polizei alarmieren. Frauen, die sich im Club belästigt fühlen, können sich vielerorts zudem mit Fragen wie "Ist Luisa hier?" ans Personal wenden und bekommen unmittelbar und diskret Hilfe. Der Frauen-Notruf Münster e.V. hat das Projekt initiiert. Kneipen und Clubs in 25 deutschen Städten machen bereits mit.

Weitere Angebote:

Eine spezialisierte Psychotherapie kann dabei helfen, die Folgen von sexueller Gewalt und anderen Traumatisierungen zu bewältigen. Psychotherapeuten mit einer traumaorientierten Zusatzausbildung sind hier zu finden:

Betroffene, die in der Familie im Rahmen eines Abhängigkeitsverhältnisses sexuell missbraucht wurden, können Sachleistungen wie Therapien beantragen. Dafür gibt es den Fonds Sexueller Missbrauch. Für den Fonds stehen insgesamt 58,64 Millionen Euro zur Verfügung. Die Website fonds-missbrauch.de informiert, wer Leistungen beziehen kann.

Sie wollen wissen, warum wir überhaupt über Sex reden? Alles dazu und zu den Stimmen des Sexpodcasts Ist das normal? hören Sie hier. Falls Sie eine Frage oder Anregungen haben, schreiben Sie Melanie Büttner, Alina Schadwinkel und Sven Stockrahm eine E-Mail an istdasnormal@zeit.de. Alle Folgen und Quellen sind auf dieser Seite gesammelt.