Kongo - Erster Todesfall bei neuem Ebola-Ausbruch Bei einem Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo ist ein Mensch gestorben. Wie Gesundheitsminister Oly Ilunga mitteilte, wurden zudem elf weitere Menschen mit dem Virus infiziert, darunter drei Mediziner. © Foto: Kathy Katayi/AFP/Getty Images

Nach dem Ausbruch von Ebola im Kongo ist ein Mensch an hämorrhagischem Fieber gestorben. Allerdings sei noch nicht bestätigt, ob es sich dabei tatsächlich um Ebola handelt, teilte Gesundheitsminister Oly Ilunga Kalenga mit. Bislang wurden, dem Minister zufolge, elf Fälle von hämorrhagischem Fieber erfasst. Betroffen seien auch drei Gesundheitsfachkräfte. Neben Ebola zählen jedoch auch Lassa- und Denguefieber zu den hämorrhagischen Fiebern.

Sieben Kranke würden im Krankenhaus von Bikoro behandelt, vier weitere in dem Ort Ikoko Impenge, sagte der Minister. Unter ihnen seien drei Krankenpfleger. "Diese Situation bereitet uns Sorgen und erfordert eine unmittelbare und energische Antwort", sagte Oly Ilunga Kalenga. 

Vor zwei Tagen hatte die Demokratische Republik Kongo den Ebola-Ausbruch gemeldet. Bislang wurden zwei Fälle von Ebola offiziell bestätigt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und andere Hilfsorganisationen sind in der Region, um bei der Eindämmung des Virus zu helfen.

Die Behörden hatten zuvor außerdem 17 verdächtige Todesfälle gemeldet. Sie seien allerdings nicht auf auf Ebola zurückzuführen, sagte Ilunga nun.  

Die meisten Fälle traten in der Region um die Ortschaften Ikoko Impenge auf, nahe dem Kongo-Fluss, der die Demokratische Republik Kongo von der kleineren Republik Kongo trennt und zudem eine wichtige Handelsstraße ist. Das schürt Sorgen, dass die Erkrankung in das Nachbarland geraten könnte.

Das Ebolavirus gehört zu den gefährlichsten Krankheitserregern der Welt. Nach WHO-Angaben lagen die Sterblichkeitsraten bei vergangenen Ausbrüchen bei 25 bis 90 Prozent der Infizierten.

Im Kongo kommt es immer wieder zu kleineren Ebola-Ausbrüchen – etwa im vergangenen Jahr, als vier Menschen starben. Damals erlaubte die Regierung den Einsatz eines noch nicht offiziell zugelassenen Impfstoffes. Die Impfung wurde bereits mit erstem Erfolg in der Schlussphase der verheerenden Ebolaepidemie in Westafrika getestet. Bei dem Ausbruch starben in Liberia, Guinea und Sierra Leone 2014 und 2015 etwa 11.000 Menschen.