Der Kongo hat den jüngsten Ebola-Ausbruch für beendet erklärt. Gesundheitsminister Oly Ilunga Kalenga teilte mit, nach zwei Inkubationszeiten von jeweils 21 Tagen seien keine neuen Fälle von Ebola registriert worden. Insgesamt hätten sich bei dem jüngsten Ausbruch 54 Menschen angesteckt. 14 Menschen starben. 

Anfang Mai dieses Jahres war ein Ausbruch der gefährlichen Infektionskrankheit im Kongo registriert worden. Auch in der Millionenstadt Mbandaka im Nordwesten des Landes traten Fälle auf. Wegen der hohen Einwohnerdichte hatten Experten eine schnelle Ausbreitung der Krankheit befürchtet. In einigen Fällen war der gefährliche Erreger nach Angaben des Gesundheitsministeriums in der Hauptstadt Kinshasa nachgewiesen worden. Mindestens 14 Personen starben durch das Ebola-Virus.   

Der neueste Ebola-Ausbruch

Im Westen der Demokratischen Republik Kongo sind rund 50 Fälle der Viruserkrankung aufgetreten.

Der Erfolg im Kampf gegen das hochansteckende hämorrhagische Fieber sei auch der raschen Unterstützung durch alle Partner zu verdanken, sagte der Gesundheitsminister. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO setzte die internationale Gemeinschaft insgesamt 63 Millionen US-Dollar ein, um die Epidemie zu bekämpfen. Rund zehn Prozent des Geldes kamen aus Deutschland. Außerdem habe dieses Mal ein Impfstoff entscheidend zur Eindämmung der Krankheit beigetragen. (Lesen Sie hier, warum es diesmal nicht zu einer Katastrophe kam wie vor vier Jahren).

Die nun überwundene Epidemie war die neunte Ebola-Epidemie im Kongo in den vergangenen 40 Jahren. Ebola gehört zu den gefährlichsten Krankheitserregern der Welt. Bei einer verheerenden Epidemie 2014 und 2015 waren in Liberia, Guinea und Sierra Leone mehr als 11.000 Menschen gestorben. Erstmals beschrieben wurden die Viren 1976. Benannt ist die Krankheit nach einem kongolesischen Fluss.