In der Demokratischen Republik Kongo ist es zu einem erneuten Ebola-Ausbruch gekommen. Laut Gesundheitsminister Oly Ilunga Kalenga soll es im Osten des Landes "eine neue Epidemie" der hochansteckenden und oft tödlich verlaufenden Krankheit geben. Die Provinz Kivu meldete 26 Fälle eines mutmaßlichen hämorrhagischen Fiebers. Bisher sind 20 Personen gestorben, bei vier Erkrankten wurde das Virus in Blutproben nachgewiesen.

Erst in der vergangenen Woche war ein Ebola-Ausbruch in der nordwestlichen Provinz Équateur nach 42 Tagen ohne Neuansteckungen für beendet erklärt worden. Bei diesem wurden 54 Menschen infiziert, 33 von ihnen starben.

Die Laborproben des aktuellen Ausbruchs werden nun untersucht, um die Quelle der Erkrankungen herauszufinden. Es ist unklar, ob die beiden rund 1.500 Kilometer entfernten Ausbrüche im Zusammenhang stehen.

Das Land müsse sich nun einer neuen Ebola-Epidemie stellen, der zehnten in Kongos jüngster Geschichte, sagte Gesundheitsminister Kalenga. Demnach werden jegliche Maßnahmen ergriffen, um den neuen Ausbruch schnell einzudämmen. Zwölf Experten werden bereits am Donnerstag in der Provinz Kivu eintreffen. In der Provinz sind Angehörige der islamistischen Miliz Alliierte Demokratische Kräfte (ADF) aktiv.

Ende 2014 waren mehrere westafrikanische Staaten von einer verheerenden Ebola-Epidemie betroffen. In den folgenden Monaten starben in Guinea, Sierra Leone und Liberia rund 11.300 Menschen an dem Virus. Ebola ist eine oft tödliche Viruskrankheit. Die Übertragung geschieht durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten eines Infizierten.