Wie lassen sich mehrere Menschen zugleich lieben? Wie kann eine offene Beziehung gelingen? Und wie achtet man auf die Bedürfnisse aller, ohne jemanden zu verletzen?

Darüber spricht ZEIT-ONLINE-Wissenschaftsredakteurin Alina Schadwinkel mit der Sexualtherapeutin und Ärztin Melanie Büttner. Sie diskutieren, wie man einem geliebten Menschen mitteilen kann, dass man sich trotz großer Zuneigung auch nach anderen Sexpartnern sehnt. Büttner erklärt, welche Möglichkeiten sowie Herausforderungen offene Beziehungen mit sich bringen. Außerdem beantwortet sie die Frage, ob Menschen, die polygam leben, vielleicht entspannter sind als jene in monogamen Beziehungen.

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Dies ist die zweite Folge von Ist das normal? zu verschiedenen Formen von Beziehungen – von Monogamie bis Polygamie. Grund sind die vielen Zuschriften von Hörerinnen und Hörern. In der ersten Folge Liebe muss nicht nur zu zweit sein ging es vor allem darum, was sich hinter den Konzepten der Poly- und Monogamie verbirgt und warum es sie überhaupt gibt.

Weitere Informationen und Literaturtipps:

  • In einer Analyse hat Marianne Brandon zusammengefasst, welche Mythen und Missverständnisse über monogame und nichtmonogame Beziehungen von Menschen kursieren und was die Wissenschaft über exklusive Partnerschaften bisher herausgefunden hat (Sexual medicine reviews: Brandon, 2016).
  • In seiner Diplomarbeit Freie Liebe, offene Ehe und Polyamory hat der Philosoph Christian Rüther die Geschichte von Konzepten nichtmonogamer Beziehungen untersucht.
  • Das Buch Treue ist auch keine Lösung informiert darüber, wie man sich seiner Bedürfnisse in der Liebe bewusst machen kann.
  • Wie lassen sich die sexuellen Probleme von traumatisierten Menschen verstehen? Was trägt zu deren Entstehung bei? Wie kann man als Therapeutin, Arzt oder Beraterin mit Betroffenen über Sexualität ins Gespräch kommen? Über diese Fragen und mehr schreibt die Sexualtherapeutin Melanie Büttner in ihrem Fachbuch Traumaerfahrungen und Sexualität.
  • Daten über Eheschließungen und Scheidungen in Deutschland bietet die Bundeszentrale für politische Bildung.

Sie wollen wissen, warum wir überhaupt über Sex reden? Alles dazu und zu den Stimmen des Sexpodcasts hören Sie hier.

Falls Sie eine Frage oder Anregungen haben, schreiben Sie Melanie Büttner, Alina Schadwinkel und Sven Stockrahm eine E-Mail an istdasnormal@zeit.de. Oder stellen Sie Ihre Frage als Sprachnachricht. Nehmen Sie sich mit dem Smartphone auf und schicken Sie uns die Datei ebenfalls an die E-Mail-Adresse.

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