Frauen schlucken womöglich öfter die Pille danach. Das Notfallverhütungsmittel ist im vergangenen Jahr 808.000-mal von Apotheken abgegeben worden, berichtet die Bild-Zeitung. Das entspricht einem Plus von 6,7 Prozent gegenüber 2016 (757.000 Fälle). Das Blatt beruft sich auf Zahlen der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände.

Mädchen und Frauen bekommen seit Mitte März 2015 die Pille danach nicht mehr nur auf Rezept und nach einem Beratungsgespräch mit einem Arzt, sondern können sie auch rezeptfrei direkt in Apotheken kaufen.

Im Vergleich zu 2014, dem letzten Jahr vor der Abschaffung der Verschreibungspflicht, hätten sich die Abgaben um 70,1 Prozent erhöht, heißt es in dem Bild-Bericht weiter. Damals sei das Mittel 475.000-mal von Ärzten verschrieben worden.