ZEIT ONLINE möchte mit Ihnen über Drogen sprechen. Ehrlich, offen und anonym. Wenn Sie uns regelmäßig lesen, wissen Sie, dass wir einmal im Jahr danach fragen, was Sie trinken, rauchen, schnupfen, inhalieren, schlucken oder sich sogar spritzen. Unser Ziel ist ein realistisches Bild davon, was Menschen nehmen und warum. Mit Drogen meinen wir alle psychoaktiven Substanzen, ganz gleich, ob diese erlaubt oder verboten sind. Sagen Sie uns, was Sie entspannt, berauscht, Ihnen Schmerzen nimmt, was Sie – vielleicht auch nur gefühlt – leistungsfähiger macht oder Ihnen Spaß bringt. Oder was Sie nehmen, weil es ohne schon nicht mehr geht.

Global Drug Survey 2019

ZEIT ONLINE ruft auf zur größten Drogenumfrage

Was steckt dahinter? Alles über die Umfrage

Zusammen mit dem Global Drug Survey, der weltweit größten unabhängigen wissenschaftlichen Drogenumfrage bitten wir Sie um Ihre Erfahrungen, wie oft, wie viel und aus welchen Gründen Sie Alkohol oder Energydrinks trinken, Zigaretten rauchen oder dampfen, Cannabis nehmen, Ecstasy, LSD oder Koks konsumieren, zu Pilzen, Medikamenten oder auch unbekannten Pulvern und Pillen greifen. 

Die Dosis macht das Gift. Alle psychoaktiven Substanzen sind mehr oder weniger gesundheitsschädlich, einige sogar lebensbedrohlich – manche akut, andere über längere Zeit. Das gilt für legale wie für illegale Stoffe. So rauchen und trinken weiterhin Millionen Menschen in Deutschland, trotz Werbeverboten und Warnhinweisen für Alkohol und Tabak. Nicht wenige greifen auch zu illegal gehandelten Stoffen, indem sie kiffen, Kokain, LSD oder Crystal Meth nehmen, oder schlucken Medikamente, die ihnen gar nicht verschrieben wurden. Dass auch verbotene Stoffe für viele Menschen zum Alltag gehören – daran hat die Strafverfolgung bisher wenig geändert. Deshalb fordern führende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler einen offenen Umgang und freie Informationen, auch über Verbotenes. Denn nur so können Menschen ihren Konsum auch so gestalten, dass er ihnen weniger schadet. Stichwort: Harm Reduction.

Absolut sicher konsumieren? Das ist unmöglich. Was aber schon geht: Unnötige Schäden verringern, Risiken minimieren und sich besser vor Abhängigkeit schützen. Auch sexuelle Übergriffe, Belästigung und Gewalt sind dabei ein Thema. Der Global Drug Survey klärt über Drogen und ihre Folgen auf und hilft dabei, gesund zu bleiben – dank Ihrer Antworten. Denn aus den Umfragedaten lässt sich lernen, welchen Nutzen Menschen aus psychoaktiven Substanzen ziehen und wann es zu viel wird. Irgendeine Form von Drogen kommt im Alltag der meisten Menschen vor. Die wenigsten verzichten komplett auf sie, in dem Wissen, dass sie sich mitunter sogar strafbar machen. Also bitten wir auch diesmal unsere Leserinnen und Leser ab 16 Jahren, anonym an der Umfrage teilzunehmen (wie sicher das ist und was mit Ihren Daten passiert, erfahren Sie im folgenden Infokasten).

Wer Drogen nimmt, muss nicht süchtig werden, wer abhängig wird, ist aber auch nicht selbst schuld, hat versagt oder ist charakterschwach. Abhängigkeit ist eine Volkskrankheit, zu finden in allen Lebensbereichen, in allen Gesellschaftsschichten. Nur schauen viele nicht genau hin oder lieber weg. Die meisten Suchtkranken liegen nämlich gerade nicht auf der Bahnhofstoilette. Und je früher Hilfe und Unterstützung da ist, desto besser lässt sich eine Sucht behandeln.

Hat schon mal jemand sexuell ausgenutzt, dass Sie unter Drogen standen?

Im Global Drug Survey 2019 wollen die Initiatoren erneut klären, wie sich Menschen im Rausch verhalten, was sie für ihren Konsum ausgeben und wie sie gesund bleiben. ZEIT ONLINE wird die Ergebnisse im Frühjahr auswerten und erklären. Erstmals wird in diesem Jahr unter anderem auch nach diesen Dingen gefragt:

  • Haben Sie Erfahrungen mit Drogen und sexueller Gewalt gemacht? In Zeiten von #MeToo ist es wichtig, vorsichtig nach mitunter traumatischen Erlebnissen zu fragen, die unter dem Einfluss oder mit dem bewussten Einsatz von Alkohol und anderen psychoaktiven Substanzen geschehen sind. Behutsam wollen wir erste Antworten liefern auf Fragen danach, wie häufig, von wem, in welchen Situationen sich Menschen ausgenutzt fühlten. Stimmten Sie Sex zu oder nicht? Wurden dabei Grenzen überschritten und falls ja, haben Sie Anzeige erstattet?
  • Wurden Sie schon mal von der Polizei auf Drogen kontrolliert und fühlten Sie sich dabei fair behandelt?
  • Kanada ist dieses Jahr das zweite Land nach Uruguay geworden, das Cannabis auch für den Freizeitgebrauch legalisiert hat. Die kanadische Regierung setzt bei der regulierten Abgabe auch auf Warnhinweise wie "Einer von elf Leuten, die Cannabis nutzen, wird abhängig" – Was halten Sie von solchen Hinweisen?

In den vergangenen fünf Jahren sind durch die jährlichen Umfrageergebnisse bereits rund 170.000 Antworten allein aus Deutschland zusammengekommen. Ein einzigartig detaillierter Erfahrungsbericht, aus dem sich Trends, wichtige Aufklärung und Gesundheitstipps ableiten lassen, ausgewertet von Wissenschaftlerinnen, Forschern und Suchtexperten rund um den Global Drug Survey. Je weiter der Datensatz wächst, desto stichhaltiger werden die Erkenntnisse daraus.

Machen Sie mit bei der weltweit größten Drogenumfrage – und informieren Sie sich. ZEIT ONLINE berichtet umfangreich über psychoaktive Substanzen und erklärt, wie sie Gesundheit, Psyche und den Alltag des Einzelnen und der Gesellschaft beeinflussen: Auf zeit.de/drogen finden Sie Reportagen, Hintergrundstücke und Tipps im Umgang mit Alkohol, Cannabis, Ecstasy und vieles mehr.

Und nun, nehmen Sie bitte teil am Global Drug Survey 2019!

Mehr über Gefahren und Hinweise zum Gebrauch einiger der gängigsten Drogen fasst dieses Glossar zusammen:

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Lesen Sie die Übersicht zum Drogen im Check – ein Glossar in einer optimierten Fassung.