Ein Sommertag in Berlin. Die Autorin ist mit dem Fahrrad auf dem Weg von der Arbeit nach Hause, als ihr jemand hinterherpfeift. An der nächsten roten Ampel muss sie anhalten und schaut hin: Da gibt's ein Daumen-hoch und Augenzwinkern dazu. Anzügliche Bemerkungen immerhin bleiben an diesem Tag aus. Nicht so an einem anderen. "Du müsstest mal wieder ordentlich flachgelegt werden", sagt ein Unbekannter eines Nachmittags im Vorbeigehen.

Catcalling heißen solche verbalen Übergriffe im Englischen, also: ungebetene Kommentare bezüglich des Aussehens einer Person, ein Pfeifen oder sexuell aufgeladene Geräusche wie das Nachahmen eines Kusses. Alltagssexismus lässt sich dazu auch sagen. Statistisch sind Frauen davon um ein Vielfaches häufiger betroffen als Männer – genau wie von körperlichen Übergriffen, vom Angrapschen bis hin zu schweren Sexualstraftaten. 

Was treibt Männer zu so einem Verhalten? Wie können Frauen in so einer Situation reagieren? Und wie wirken sich Erlebnisse dieser Art auf ihre Psyche und ihr Verhalten aus? Darüber spricht die Ärztin und Sexualtherapeutin Melanie Büttner mit Alina Schadwinkel, Wissenschaftsredakteurin von ZEIT ONLINE. Ebenfalls Thema: wie das Hashtag #meetoo die öffentliche Wahrnehmung verändert hat und ab wann es sich nicht mehr um Sexismus, sondern um sexuelle Belästigung mit Straftatbestand handelt.

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