Nach jahrelangen Erfolgen im Kampf gegen die Malaria steigen die Infektionszahlen wieder an. Die Weltgesundheitsorganisation WHO, die vor dieser Entwicklung bereits vor einiger Zeit gewarnt hatte, registrierte 219 Millionen Fälle im Jahr 2017 – zwei Millionen mehr als im Vorjahr. Jedes Jahr sterben mehr als 450.000 Menschen an den Folgen der Infektion.

Die Bekämpfung der von Stechmücken übertragenen Krankheit gestaltet sich vor allem in Afrika schwierig. Gut 90 Prozent aller Malaria-Fälle ereignen sich auf dem Kontinent, insbesondere in den am meisten betroffenen Ländern wie Nigeria und dem Kongo. 

WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus sprach von einem "massiven Weckruf" und mahnte, es sei dringend nötig, die Mittel für den Kampf aufzustocken. "Die Tatsache, dass alle zwei Minuten ein Kind an dieser vermeidbaren und heilbaren Krankheit stirbt, ist inakzeptabel", sagte er anlässlich der Veröffentlichung des Berichts.

Deutlich besser ist die Lage im wohlhabenderen Asien und in Lateinamerika. Dort greifen Prophylaxemaßnahmen, das Niveau der ärztlichen Behandlungen ist höher. Generell lebt etwa die Hälfte der Weltbevölkerung der WHO zufolge in Malaria-Risikogebieten.

Malaria wird durch Stiche der Anopheles-Mücke übertragen, die die Erreger – sogenannte Plasmodien – in sich tragen kann. Malaria verursacht Fieber, Anämie und oft neurologische Probleme. Unbehandelt kann sie tödlich verlaufen.