"Ich finde es immer etwas schade, wenn die Abgrenzung zwischen Vulva und Vagina nicht korrekt stattfindet", hat uns ein Hörer geschrieben. Die Vermischung der Begriffe zeige, dass eine richtige Auseinandersetzung mit dem weiblichen Organ bis heute nicht wirklich stattgefunden habe, heißt es in seiner Mail weiter. Und tatsächlich fällt es Frauen und Männern schwer zu beantworten: Was genau ist die Vulva? Wo fängt sie an? Wo hört sie auf?

Vagina, Gebärmutter, Eierstöcke, Blase und Darm – all das ist auf Postern in der Praxis oder im Biologiebuch abgebildet. Die äußeren Geschlechtsorgane aber bleiben unsichtbar, als gäbe es sie nicht. Das sollte sich ändern, die Vulva mehr Aufmerksamkeit bekommen, sagt die Ärztin und Sexualtherapeutin Melanie Büttner. Weiter spricht sie darüber, welche Wirkung es auf die sexuelle Entwicklung von Kindern hat, wenn Erwachsene ihre Genitalien gar nicht oder falsch benennen, und schlägt vor, wie sich die Ärzteschaft bestenfalls in die laufende gesellschaftliche Debatte einbringt.

Sexpodcast-Quickies sind kurze Folgen von Ist das normal?, in denen Melanie Büttner einzelne Hörerinnen- und Hörerfragen aufgreift.

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Falls Sie eine Frage oder Anregungen haben, schreiben Sie Melanie Büttner, Alina Schadwinkel und Sven Stockrahm eine E-Mail an istdasnormal@zeit.de. Oder stellen Sie Ihre Frage als Sprachnachricht. Nehmen Sie sich mit dem Smartphone auf und schicken Sie uns die Datei ebenfalls an die E-Mail-Adresse.