In deutschen Haushalten kommt weiterhin oft und regelmäßig Fleisch auf den Tisch. Das zeigt der Ernährungsreport 2019, den Ministerin Julia Klöckner (CDU) vorgestellt hat. Bei 28 Prozent der 1.001 Befragten wird täglich Fleisch oder Wurst gegessen. Milchprodukte konsumieren täglich 64 Prozent der Befragten, Obst und Gemüse 71 Prozent. Auf die Frage nach ihrem Lieblingsessen nannten 33 Prozent ein Fleischgericht wie Braten, Schnitzel oder Gulasch. Salat oder Gemüse wurden nur von 10 Prozent genannt.

Das öffentliche Interesse an vegetarischer Ernährung sei zuletzt gestiegen, sagte Klöckner bei der Vorstellung des Berichts. Aktuell sind allerdings nur sechs Prozent der Befragten Vegetarier. Ein Prozent gab an, sich vegan zu ernähren. 

In zwei Punkten sind sich so gut wie alle Teilnehmer der Umfrage einig: 99 Prozent von ihnen ist wichtig, dass Essen gut schmeckt, 91 Prozent legen Wert darauf, dass es gesund ist. Dass Zucker und Fett als Geschmacksträger bei beiden Aspekten eine wichtige Rolle spielen, ist den Befragten dabei durchaus bewusst: 84 Prozent sind zum Beispiel dafür, Fertigprodukten weniger Zucker zuzusetzen – auch, wenn sie dadurch weniger süß schmecken.

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58 Prozent der Deutschen schauen immer oder meistens, wie viel Zucker das Produkt enthält

Klöckner verwies in diesem Zusammenhang auf ihre "Reduktionsstrategie", durch die in Fertigprodukten künftig weniger Zucker, Salz und Fett enthalten sein sollen. Darauf, wie viele Kalorien ihr Essen hat, achten 41 Prozent der Frauen und 32 Prozent der Männer.

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29 Prozent der Deutschen essen nicht täglich Obst und Gemüse

Zum Alltag vieler Deutscher gehört auch, dass längst nicht mehr jede Mahlzeit selbst gekocht wird. Zwar stehen 40 Prozent jeden Tag selbst am Herd, andererseits essen knapp drei Viertel der Befragten mindestens einmal pro Monat im Restaurant. Vor allem Berufstätige essen oft auswärts: 20 Prozent der Deutschen gehen mindestens einmal pro Woche in die Kantine, 5 Prozent sogar jeden Tag. Pizzataxis und andere Lieferdienste werden nur von 6 Prozent der Befragten einmal pro Woche in Anspruch genommen.