Der Verkehrsausschuss des EU-Parlaments hat für eine Abschaffung der Zeitumstellung ab dem Jahr 2021 gestimmt. 23 Abgeordnete votierten in Brüssel dafür, elf dagegen. Enthaltungen gab es keine.

Darüber, dass künftig nicht mehr zweimal jährlich die Uhr umgestellt werden soll, herrscht auf EU-Ebene weitestgehend Einigkeit. Streit gibt es jedoch über den konkreten Zeitpunkt. Die EU-Kommission hatte ursprünglich 2019 anvisiert, die Mitgliedsstaaten forderten allerdings deutlich mehr Vorbereitungszeit.

"Flickenteppich verschiedener Zeitzonen" verhindern

Ein Problem ist die bislang fehlende Abstimmung zwischen den EU-Ländern. Gemäß dem Plan der EU-Kommission kann jedes Land für sich entscheiden, in welcher Zeitzone es dauerhaft bleibt: So wäre es möglich, dass sich etwa Deutschland anders entscheidet als die Nachbarn Belgien oder Frankreich – und die Länder dann in unterschiedlichen Zeitzonen lägen.

Um einen "Flickenteppich verschiedener Zeitzonen in Europa" zu verhindern, hatte der EU-Rat im Dezember mehr Zeit gefordert. Die damalige österreichische Ratspräsidentschaft brachte 2021 ins Spiel. Eine Einigung auf eine gemeinsame Position der zukünftig 27 Mitgliedsstaaten blieb jedoch aus.

Europaparlament entscheidet Ende März

Vier Gremien des EU-Parlaments sprachen sich in den vergangenen Wochen für einen ehrgeizigeren Zeitplan aus: Agrar-, Industrie-, Binnenmarkt- und Gesundheitsausschuss votierten für eine Abschaffung der Zeitumstellung bereits im nächsten Jahr.

Die Vollversammlung des Parlaments wird voraussichtlich Ende März abschließend über die Frage abstimmen. Die Verhandlungen mit den Mitgliedsstaaten können jedoch erst beginnen, wenn diese sich auf eine gemeinsame Haltung verständigt haben.