Nicht allein sein zu wollen, ist ein sehr menschliches Bedürfnis. Doch während manche ohne einen Partner glücklich sein können, brauchen andere stets jemanden an ihrer Seite. Und während manche in einer Beziehung am liebsten rund um die Uhr wissen möchten, was die Partnerin macht, melden sich andere nur, wenn etwas Substanzielles zu berichten ist. Über die unterschiedlichen Bedürfnisse nach Intimität, Nähe und Geborgenheit spricht die Wissenschaftsredakteurin Alina Schadwinkel in dieser Sexpodcastfolge mit der Sexualtherapeutin Melanie Büttner. Die Ärztin erklärt, wie sich Spannungen vermeiden lassen, und beantwortet die Frage: Ist es möglich, nach Nähe süchtig zu sein?


Jeder, der eine Beziehung eingeht, macht sich emotional abhängig. Die Bereitschaft sich zu öffnen und das Bedürfnis, sich – vor allem zu Beginn – ganz auf den Partner oder die Partnerin zu konzentrieren, stärken die Bindung. Beides ist also durchaus sinnvoll. Problematisch wird es, wenn der Kontakt zu Freunden und Familie schwindet. Oder wenn Bedürftigkeit mit Liebe verwechselt wird. Wer nur aus Not mit einer anderen Person zusammen ist, läuft Gefahr, sich selbst zu verlieren. Büttner erklärt, inwiefern Gründe für die Abhängigkeit in der frühen Lebensgeschichte liegen können, welche Anzeichen es für einen bedenklichen Drang nach Zweisamkeit gibt und wie man sich schützen kann.

Weiterführende Informationen:

  • Tipps dazu, wie sich unbefriedigende Beziehungen und damit das Gefühl, ein unerfülltes Leben zu führen, überwinden lassen, finden sich unter anderem in dem Buch Sein Leben neu erfinden – Wie Sie Lebensfallen meistern von den Therapeuten Jeffrey Young und Janet Klosko.

Falls Sie eine Frage oder Anregungen haben, schreiben Sie Melanie Büttner, Alina Schadwinkel und Sven Stockrahm eine E-Mail an istdasnormal@zeit.de. Oder stellen Sie Ihre Frage als Sprachnachricht. Nehmen Sie sich mit dem Smartphone auf und schicken Sie uns die Datei ebenfalls an die E-Mail-Adresse.

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