Weltweit sterben weniger Menschen an Aids, auch dank verbesserter Therapiemöglichkeiten: Das ist das Ergebnis des jährlichen Berichts des UN-Programms für Aids und HIV (UNAIDS), den die Vereinten Nationen im südafrikanischen Eshowe vorgestellt haben.

Insgesamt starben im vergangenen Jahr demnach 770.000 Menschen an der Autoimmunerkrankung Aids. Im Vergleich zum Jahr 2010 sei das ein Rückgang von rund einem Drittel. Neu angesteckt hätten sich 2018 rund 1,7 Millionen Menschen – 16 Prozent weniger als vor neun Jahren.

Therapien können den Ausbruch von Aids verhindern

Zudem sei die Zahl der mit dem HI-Virus infizierten Menschen, die eine antiretrovirale Therapie erhalten, so hoch wie nie zuvor: 23,3 von 37,9 Millionen Menschen hätten Zugriff auf eine solche Behandlung. Als antiretrovirale Therapie bezeichnet man die Behandlung mit Medikamenten, die die Vermehrung der HI-Viren in menschlichen Zellen verlangsamt und den Ausbruch der Krankheit Aids über Jahre verzögern kann. Bei richtiger Anwendung kann diese Therapie die Übertragung des Virus verhindern. 

Allerdings enthält der UNAIDS-Bericht auch alarmierende Informationen zu Neuinfektionen: In Osteuropa und in Zentralasien sei die Zahl der HIV-Infektionen um vergangenen Jahr um 29 Prozent gestiegen. In der Großregion, die Russland, die Ukraine und einige weitere Länder umfasst, seien rund 1,7 Millionen Menschen mit HIV infiziert.

Die weltweit am stärksten betroffene Region sei weiterhin Ost- und Südafrika. Dort lebten 2018 20,6 Millionen mit HIV. Vor allem aber in Südafrika seien große Fortschritte zu beobachten: Seit 2010 sei dort die Zahl der Neuansteckungen und die Zahl der Todesfälle um 40 Prozent gesunken.