Hohes Fieber, Schüttelfrost und Kopfschmerzen, eine gerötete Vaginalschleimhaut sowie eitriger Ausfluss können darauf hindeuten: das Toxische Schocksyndrom (TSS). Auf Wunsch von Hörerinnen geht es in dieser Folge um die Infektionskrankheit, die auch als Tamponkrankheit bekannt ist. Denn sie ist zwar selten, aber ernst zu nehmen.

Wie häufig ist TSS? Welcher Erreger ist verantwortlich und wie stecken sich Betroffene mit den Keimen an? Können sich auch Männer und Kinder infizieren? Und was hat es mit dem Toxic Shock-Like Syndrome auf sich? Diese und weitere Fragen beantwortet die Ärztin und Sexualtherapeutin Melanie Büttner im Sexpodcast-Gespräch mit der Wissenschaftsredakteurin Alina Schadwinkel.

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Auch sprechen Büttner und Schadwinkel über mögliche Alternativen zum Tampon. Seit einiger Zeit beispielsweise verwenden immer mehr Frauen Menstruationstassen. Diese sind, grob gesagt, eine Art Fingerhut – es gibt verschiedene Größen – aus weichem medizinischen Silikon, den sich die Frau einsetzt, um darin das Regelblut zu sammeln. Weil sich die glockenförmigen Tassen beim Entfalten an der Scheidenwand festsaugen und einen Unterdruck erzeugen, verrutscht die Tasse nicht. Sind sie wirklich hygienischer als Tampons? Welches Infektionsrisiko besteht hier? Antworten gibt es in dieser Sexpodcast-Folge.

Weiterführende Informationen:

  • In Deutschland informiert das Robert Koch-Institut über eine Infektion mit Staphylokokken.
  • Welche Symptome auf die Erkrankung hindeuten, wie häufig sie schätzungsweise unter Frauen – aber auch Kindern – ist und welche Behandlung empfohlen ist, haben in den vergangenen Jahren mehrere Forscherteams untersucht (siehe etwa Plos One: DeVries et al., 2011 oder Pediatric Drugs: Chuang, Huang & Lin, 2005).
  • Auch das National Center for Biotechnology Information informiert über TSS. In der Onlinedatenbank des Centers finden sich regelmäßig aktualisierte Informationen über das Toxic Shock Syndrom.
  • Inwiefern Tampons die Krankheit begünstigen und ob Menstruationstassen vergleichsweise hygienischer sind, hat ein Team erst vergangenes Jahr untersucht (Appl. Environ. Microbiol: Nonfoux, Louis, et al., 2018).

Falls Sie eine Frage oder Anregungen haben, schreiben Sie Melanie Büttner, Alina Schadwinkel und Sven Stockrahm eine E-Mail an istdasnormal@zeit.de. Oder stellen Sie Ihre Frage als Sprachnachricht. Nehmen Sie sich mit dem Smartphone auf und schicken Sie uns die Datei ebenfalls an die E-Mail-Adresse.

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