Die Ärztin und Sexualtherapeutin Melanie Büttner im Gespräch mit Sven Stockrahm von ZEIT ONLINE © Simon Koy für ZEIT ONLINE

Nur die Lust auf den intensiven Kick oder auch die Suche nach Nähe und Liebe? Sex im Rausch ganz bestimmter psychoaktiver Substanzen – wie Liquid Ecstasy, Crystal Meth oder Poppers: Das gilt als Chemsex. Aber nicht nur: Seinen Ursprung hat er in der queeren Community. Tief verwoben ist Chemsex eben auch mit den kulturellen Vorstellungen, die Schwulen und vor allem Männern, die mit Männern Sex haben, begegnen. Es geht dabei unter anderem um Ausgrenzung und Stigma. Was wird von einem schwulen Mann erwartet, gerade auch in Zeiten von Dating und Hook-up-Apps? Und wie geht Mann damit um?

Über den Reiz von Chemsex, die Risiken und Bedürfnisse, die sich darin finden – darüber spricht Sven Stockrahm, Vizeressortleiter Wissen und Digital bei ZEIT ONLINE, mit der Sexualtherapeutin und Ärztin Melanie Büttner.

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Weiterführende Informationen

  • Chemsex ist Teil der schwulen Community, wie sehr und mit welchen Risiken er verbunden ist, haben Forscher in einer Übersichtsarbeit im International Journal of Drug Policy genauer untersucht: Maxwell & Shahmanesh & Gafos, 2019
  • Aufschluss über Erfahrungen mit Chemsex, Folgen und Gründen für den Gebrauch gibt die Untersuchung The Chemsex Study: drug use in sexual settings among gay and bisexual men in Lambeth, Southwark & Lewisham (Bourne et al., 2014 als PDF). Die Studie sammelte Daten in verschiedenen Londoner Bezirken.
  • Infos zu den Gefahren und zur Frage, was im Notfall zu tun ist, gibt etwa die Broschüre Chemsex – Erste Hilfe (als PDF-Datei zum Download) der Deutschen Aidshilfe.
  • ZEIT ONLINE berichtet seit Jahren ausführlich über psychoaktive Substanzen und die Frage, wie sich Schäden durch den Konsum legaler und illegaler Stoffe reduzieren lassen. Diese Infobox gibt unter anderem Tipps für Seiten, auf denen sich Hinweise und Wissen rund um einzelne Drogen finden:
  • Wer mehr über die kulturellen Hintergründe von Chemsex erfahren will, der findet umfangreiche Informationen auf der Seite von David Stuart, dem Mann, der den Begriff geprägt hat: davidstuart.org
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Lesen Sie die Übersicht zum Drogen im Check – ein Glossar in einer optimierten Fassung.

Falls Sie eine Frage oder Anregungen haben, schreiben Sie Melanie Büttner, Alina Schadwinkel und Sven Stockrahm eine E-Mail an istdasnormal@zeit.de. Oder stellen Sie Ihre Frage als Sprachnachricht. Nehmen Sie sich mit dem Smartphone auf und schicken Sie uns die Datei ebenfalls an die E-Mail-Adresse.

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