Wer weiß besser, wie sich ein LSD-Trip anfühlt, als jemand, die ihn selbst hatte? Wem ist das Gefühl, auf MDMA zu feiern, vertrauter als jemandem, der im Club damit die Nacht durchtanzt? Und wer mag genauer urteilen, wie sein Schmerz durch Cannabis abnimmt als jemand, der Blüten auf Rezept bekommt? Wenn Sie selbst Erfahrung mit psychoaktiven Substanzen haben, sei es Alkohol, Ihre E-Zigarette oder vielleicht sogar Stoffe, die sich legal nicht beschaffen lassen – dann berichten Sie ZEIT ONLINE anonym davon und nehmen Sie am aktuellen Global Drug Survey teil.

Einmal im Jahr fragen wir Sie, was Sie trinken, rauchen, schnupfen, inhalieren, schlucken oder sich sogar spritzen. Rund 20.000 Leserinnen und Leser haben schon teilgenommen. Das Ziel ist dabei nicht, den Konsum legaler wie illegaler Drogen zu verharmlosen oder gar zu fördern. Vielmehr geht es darum, mithilfe von Daten aus der Bevölkerung ein realistisches Bild davon zu bekommen, was Menschen – Sie eingeschlossen – tatsächlich im Alltag einnehmen und mit welchen Folgen. Eine der wichtigsten Fragen dabei: Wie geht es Ihnen mit Drogen?

Sie nehmen gar keine? Dann lassen Sie sich gerne einfach nur informieren. ZEIT ONLINE wendet sich mit den Ärzten und Forscherinnen des Global Drug Survey, der weltweit größten unabhängigen Drogenumfrage, an Leserinnen und Leser, die konsumieren. Und das bereits zum siebten Mal. Wir bitten Sie, uns zu beantworten, warum, wie häufig und in welchen Mengen Sie etwa Bier, Wein, einen Cocktail oder auch mal einen Schnaps trinken. Dampfen Sie E-Zigarette oder rauchen Sie, wann greifen Sie vielleicht sogar zu unbekannten Pulvern oder Pillen? Ob Medikamente, Poppers, Koks oder Pilze: Wir wollen es genau wissen.

Warum? Millionen von Menschen tun es, ganz gleich, ob es unter Strafe steht oder ihnen schadet (World Drug Report 2019, UNODC). Sie nehmen Drogen, ob sie es so nennen oder nicht. Psychoaktive Substanzen gehören zum Alltag – trotz Verboten, Risiken und Nebenwirkungen. Das reicht von Energydrinks über Gras und verschreibungspflichtigen Medikamenten bis hin zu sehr gefährlichen Stoffen wie Crystal Meth. Selten wird gefragt, welchen Nutzen Menschen aus ihrem Konsum ziehen oder ab wann psychoaktive Substanzen das Leben zu sehr bestimmen.

Praktisch jede Droge kann uns krank oder süchtig machen. Der risikofreie Rausch? Unmöglich. Aber auch die Dosis macht das Gift. Wer Drogen ausprobiert hat, weiß: Der Absturz kommt nicht sofort, vielleicht auch nie. Auch das gehört zur Wahrheit, wenn es um die Debatte geht, wie und wann uns Drogen gefährlich werden. Psychoaktive Substanzen zu nehmen, muss nicht in eine Sucht führen. Gleichzeitig ist Abhängigkeit eine Volkskrankheit – egal ob von Alkohol, Arzneimitteln mit Opioiden, Tabak oder eben Verbotenem. Betroffene leben in allen Gesellschaftsschichten, können Freunde, Geschwister, Verwandte oder wir selbst sein. Je früher hier Hilfe und Unterstützung geleistet und angenommen werden, desto rascher lassen sich schwere Folgeschäden verringern oder vermeiden.

Deshalb klärt der Global Drug Survey seit Jahren über psychoaktive Substanzen und ihre Folgen auf und hilft dabei, möglichst gesund zu bleiben – dank der Antworten von Menschen aus mehr als 30 Ländern. Denn aus den Umfragedaten lernen Forscherinnen und Mediziner viel genauer, wie und warum Menschen zu Drogen greifen. Wie gehen sie damit um, welche Ängste und Sorgen haben sie dabei, wenn überhaupt? Nur wer Konsumgewohnheiten kennt, kann gut darüber informieren, wie Drogen weniger schaden und wie sich Suchtkrankheiten eindämmen lassen. Das ist der Kern eines progressiven Umgangs mit psychoaktiven Substanzen. Also bitten wir auch diesmal unsere Leserinnen und Leser ab 16 Jahren, anonym teilzunehmen (wie sicher Ihre Daten dabei sind und was mit Ihren Antworten passiert, erfahren Sie im folgenden Infokasten). 

Ausgewertet werden die Daten bis zum Frühjahr 2020. Dann erscheint der neue Drogenbericht des Global Drug Survey. Dieses Jahr stehen folgende Themen im Fokus der Onlinebefragung:

  • Ob im Shampoo, in Cremes, Tees, Schokolade oder sogar Tierfutter: Cannabisprodukte liegen längst in Drogerien und Supermärkten. Allerdings steckt in ihnen Cannabidiol (CBD) – also der Bestandteil der Hanfblüte, der gar keinen Rausch auslöst. Nutzen Sie diese Produkte und warum?
  • Wer schwer erkrankt ist und bei dem keine anderen Therapien mehr anschlagen, kann auch hierzulande inzwischen Cannabis auf Rezept bekommen. Auch wer Erfahrungen damit hat, kann im Global Drug Survey dazu Antworten geben.
  • Wann genau wird Ecstasy gefährlich? Nicht selten schlucken Menschen zu hohe Dosen an MDMA und dann kippt die Stimmung. Wie könnte ein risikoärmerer Konsum aussehen?
  • Nutzen Sie psychedelische Substanzen wie MDMA oder LSD, um eine Erkrankung zu lindern? Derzeit gewinnt die Forschung mehr Einblicke darin, wie bestimmte Drogen etwa psychische Krankheiten lindern könnten, teils aber auch verschlimmern. Der Global Drug Survey möchte nun wissen, ob Menschen dies bereits ausprobieren und welche Symptome und Erkrankungen sie versuchen, zu behandeln. Ohne ärztliche Begleitung kann dies schnell sehr gefährlich werden.
  • Wie war Ihre letzte große Partynacht? Die Macher und Macherinnen der Befragung interessieren sich besonders dafür, ob Sie im Club und unterwegs Drogen konsumieren und wie Sie versuchen, dabei die Kontrolle zu behalten. Und sie fragen sich, ob Infos, wie man sich weniger schadet, dabei helfen können, dass Sie sicher wieder zu Hause ankommen.

Und nun: Nehmen Sie gerne teil am Global Drug Survey 2019.

ZEIT ONLINE berichtet umfangreich über psychoaktive Substanzen und erklärt, wie sie Gesundheit, Psyche und den Alltag des Einzelnen und der Gesellschaft beeinflussen: Auf zeit.de/drogen finden Sie Reportagen, Hintergrundstücke und Tipps im Umgang mit Alkohol, Cannabis, Ecstasy und vieles mehr.

Mehr über Gefahren und Hinweise zum Gebrauch einiger der gängigsten Drogen fasst dieses Glossar zusammen:

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