An Bord des Kreuzfahrtschiffes, das im Hafen des japanischen Yokohama unter Quarantäne steht, haben sich weitere 39 Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Dies gab das japanische Gesundheitsministerium bekannt. Damit erhöht sich die Zahl der Infizierten an Bord auf 174. Die übrigen 3.700 Passagiere und Crewmitglieder der Diamond Princess sollen mindestens noch bis zum 19. Februar isoliert bleiben.

An Bord des Kreuzfahrtschiffes sind auch zehn deutsche Staatsangehörige, die nach Angaben der deutschen Botschaft in Tokio nicht infiziert sind. Tatsächlich wurden noch nicht alle Menschen auf dem Schiff auf das Virus getestet. Ob dies nun geschehen soll, ließen die japanischen Behörden weiterhin offen.

Das Schiff war am 3. Februar am Hafen von Yokohama angekommen. Mediziner begannen mit der Untersuchung der 3.700 Passagiere und Besatzungsmitglieder, nachdem ein vorheriger Passagier positiv auf das Virus getestet worden war. Es handelte sich um einen 80-jährigen Mann, der das Schiff schon vor dem Ende der Reise verlassen hatte.

Neue Namen für Virus und auslösende Krankheit

Die Zahl der Todesopfer in China ist unterdessen auf 1.113 gestiegen. Die Gesamtzahl der Krankheitsfälle wuchs auf mehr als 44.650 an. Weltweit gibt es in rund 25 Ländern mehr als 400 Infektionsfälle. Die Zahl der in Deutschland bestätigten Infektionsfälle stieg auf 16. Derweil durften in den USA die ersten Personen die Quarantänestation in Kalifornien verlassen. "Sie brauchen keine zusätzlichen Tests, sie müssen nicht gemieden werden, sie haben kein neuartiges Coronavirus", sagte der Amtsarzt der Region, Cameron Kaiser.

Inzwischen hat die durch das neuartige Virus ausgelöste Lungenkrankheit einen eigenen Namen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) spricht in diesen Krankheitsfällen nun von Covid-19 – eine Abkürzung für COrona VIrus Disease. Zugleich erhielt das bislang 2019-nCoV genannte neuartige Coronavirus eine eigene Bezeichnung: Sars-CoV-2. Dessen Namensgeber, ein Team des Internationalen Komitees zur Taxonomie von Viren, bezieht sich mit dem Namen Sars-CoV-2 auf die sehr enge Verwandtschaft zum Sars-Virus (Sars-CoV), an dem 2002/2003 Hunderte Menschen gestorben waren. Die Viren sind Experten zufolge Varianten ein und derselben Virusart.