Sven Stockrahm, stellvertretender Ressortleiter Wissen und Digital bei ZEIT ONLINE, im Gespräch mit der Ärztin und Sexualtherapeutin Melanie Büttner © Simon Koy für ZEIT ONLINE

Es passiert oft versteckt, hinter geschlossenen Türen, in der gemeinsamen Wohnung, zu Hause. Menschen schreien sich an, setzten einander unter Druck, schlagen zu, vergewaltigen und im extremsten Fall töten den anderen. Es sind mehr Männer, die schwerste körperliche Gewalt gegen Freundinnen, Ehefrauen und Partnerinnen ausüben. Doch Gewalt in Beziehungen hat nicht nur viele Gesichter, sie kennt auch alle Geschlechter und oft nicht nur einen Täter und ein Opfer. Und sie ist nicht selten: Jede vierte Frau in heterosexuellen Partnerschaften hat bereits körperliche und sexuelle Übergriffe erlebt. Auch ähnlich viele Männer berichten von Gewalt durch ihre Partnerinnen. 

Wo beginnt ein Übergriff, welche Folgen hat Gewalt und wer ist betroffen? Darüber spricht Sven Stockrahm, Vizeressortleiter für Wissen und Digital bei ZEIT ONLINE, mit der Sexualtherapeutin, Ärztin und Traumaexpertin Melanie Büttner.

Ihr könnt diese Podcastfolge direkt oben auf dieser Seite hören.

Weiterführende Informationen

In dieser Podcastfolge werden mehrere Studien und Quellen zitiert, hier haben wir sie aufgelistet:

Falls ihr eine Frage oder Anregung haben, schreibt dem Sexpodcastteam eine E-Mail an istdasnormal@zeit.de. Oder stellt eure Frage als Sprachnachricht. Nehmt euch mit dem Smartphone auf und schickt die Datei ebenfalls an die E-Mail-Adresse.

Alle Folgen und Quellen des Sexpodcasts sind auf dieser Seite gesammelt.

Hilfe für Betroffene sexueller Übergriffe und sexueller Gewalt

Im Notfall falls möglich sofort reagieren und die 110 wählen und die Polizei alarmieren.

  • Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen: Soforthilfe für Frauen, die von Gewalt betroffen sind. Beratung per Telefon, E -Mail und Chat (rund um die Uhr, anonym, in 17 Sprachen und Gebärdensprache).
  • Bundesverband Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe (bff): Hilfsangebote für Frauen, die von Gewalt betroffen sind. Onlinesuche nach wohnortnahen Hilfsangeboten möglich.
  • Hilfeportal sexueller Missbrauch: Hilfe für Betroffene von sexueller Gewalt in der Kindheit, ihre Angehörigen und andere Menschen, die sie unterstützen wollen. Beratung per Telefon (anonym).
  • Wildwasser e. V.: Hilfe für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die Opfer von sexueller Gewalt geworden sind.
  • Weißer Ring: Hilfe für Kriminalitätsopfer. Beratung per Telefon und E-Mail (anonym).

Eine spezialisierte Psychotherapie kann dabei helfen, die Folgen von sexueller Gewalt und anderen Traumatisierungen zu bewältigen. Psychotherapeuten mit einer traumaorientierten Zusatzausbildung sind hier zu finden:

Literaturtipps für Betroffene:

Betroffene, die in der Familie im Rahmen eines Abhängigkeitsverhältnisses sexuell missbraucht wurden, können Sachleistungen wie Therapien beantragen. Dafür gibt es den Fonds sexueller Missbrauch. Für den Fonds stehen insgesamt 58,64 Millionen Euro zur Verfügung. Die Website fonds-missbrauch.de informiert, wer Leistungen beziehen kann.